Evangelische Kindertagesstätte ist jetzt AckerKita

Nachricht 19. Mai 2021

Gurke, Kartoffel, Fenchel und Co.

Langenhagen. Gurken und Zucchini, Kartoffeln, Kohlrabi, Rote Bete und Fenchel, Tomaten, Mangold, Pflücksalat und Kürbis – die Kinder der evangelischen Emmaus-Kita hoffen auf eine reiche Ernte im Sommer und Herbst. Seit Kurzem ist die Kindertagesstätte im Langenhagener Stadtteil Wiesenau „AckerKita“: Auf einem rund 65 Quadratmeter großen Acker auf dem weitläufigen Kita-Gelände stehen junge Gemüsepflanzen in geraden Reihen und warten auf ein bisschen Sonne …

„Eine Mitarbeiterin hat mich im vergangenen Herbst auf die ‚GemüseAckerdemie‘ aufmerksam gemacht und es hat tatsächlich geklappt, dass wir in das Programm aufgenommen wurden und jetzt AckerKita sind“, erzählt Marco Back, Leiter der Emmaus-Kita. Träger des Bildungsprogrammes ist der gemeinnützige Verein „Ackerdemia“ mit Sitz in Berlin und Potsdam, der in Kitas und Schulen Lernorte an der frischen Luft schafft – „für eine Generation, die weiß, was sie isst“.

Der Gemüseacker der Emmaus-Kita entstand auf einer bislang wenig genutzten Wiese, die zur Vorbereitung gefräst und gemulcht wurde. Zwei Mitarbeiterinnen der GemüseAckerdemie spannten dann am ersten Pflanztag Schnüre, um die Reihen zu markieren, und verteilten anschauliche Pflanzpläne, an denen sich die Kinder orientieren konnten. Eine Kartoffel, eine Schaufellänge Platz, dann wieder eine Kartoffel – mit dieser Anweisung und ein bisschen Unterstützung durch die Gärtnerinnen der Ackerdemia konnte kaum etwas schief gehen. „Die Blätter müssen draußen bleiben, die brauchen ja Licht“, lautete eine andere hilfreiche Erklärung.

„Mit diesem Projekt, das über drei Jahre läuft, wollen wir unseren Kindern Wissen und Wertschätzung gegenüber Lebensmitteln vermitteln“, erzählt Marco Back. Über ein Jahr nehmen die vier- bis fünfjährigen Kinder an dem Projekt teil; erleben über die Vorbereitung des Bodens, Aussaat und Pflanzung, Pflege und Ernte alle Arbeitsschritte rund um das Gemüse mit. Begleitet werden sie von den Mitarbeiterinnen der Kita, die wiederum Fortbildungen, wöchentliche Newsletter und umfangreiches Bildungsmaterial nutzen können. Die GemüseAckerdemie stellt praktische Hilfe bei der Auswahl des Ackers und bei den Pflanzungen, Beratung vor Ort, Saatgut, Jungpflanzen und vielfältiges Bildungsmaterial zur Verfügung. „Damit die Verbindlichkeit gesichert ist, sind wir auch mit einem finanziellen Beitrag beteiligt“, erzählt Marco Back.

Nach der Gemüseernte soll übrigens nicht Schluss sein mit dem Lernen über die Herkunft unserer Lebensmittel: Kartoffel, Kohlrabi und Co. sollen in der Kita-eigenen Küche verarbeitet werden; später vielleicht auch in der Kinderküche, die Back für die Einrichtung plant. Erst einmal aber heißt es jetzt beobachten und gießen – eine ganze Reihe grüner Kannen steht dafür schon bereit.

Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen