Diakonie Osnabrück weiter für tarifliche Bezahlung der Pflegekräfte

Nachricht 14. Mai 2021

Osnabrück. Die Diakonie Osnabrück unterstützt die Bemühungen der Bundesregierung, tarifliche Bezahlungen in allen Pflegediensten und -einrichtungen durchzusetzen. „Nachdem die Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrags gescheitert ist, kann es ein richtiger Weg sein, Leistungen aus der Pflegekasse an eine tarifliche Bezahlung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu binden“, erklärte Geschäftsführer Friedemann Pannen am Mittwoch zum Tag der Pflege.

Während der Pandemie sei besonders sichtbar geworden, wie bedeutend Pflege für die Gesellschaft ist, sagte die Geschäftsführerin der Altenhilfe, Sabine Weber. Allerdings müssten die Rahmenbedingungen deutlich verbessert werden. Sie forderte eine höhere Bezahlung und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Die Pflegeberufe müssten attraktiver werden, „um mehr Menschen für eine Ausbildung in der Pflege zu begeistern und in ihrem Beruf langfristig zufrieden und gesund zu erhalten“.

Weber begrüßte die Bestrebungen der Bundesregierung, die Pflegebedürftigen und deren Angehörige durch schrittweise Absenkung der Eigenanteile zu entlasten. „Das geht aber nicht weit genug.“ Die Diakonie Osnabrück fordert feste und für alle Pflegeeinrichtungen gleiche Eigenanteile der Betroffenen, betonte die Altenhilfe-Expertin, die zugleich Vorsitzende der Evangelischen Altenhilfe in Niedersachsen ist: „Damit würde jeder in jeder Einrichtung für die gleiche Leistung gleich viel dazuzahlen. Das trägt wesentlich dazu bei, das Armutsrisiko für Bewohnerinnen und Bewohner zu verringern.“

epd Landesdienst Niedersachsen-Bremen