Evangelisches Gymnasium Nordhorn mit dem Deutschen Schulpreis 2021 ausgezeichnet

Nachricht 10. Mai 2021
EGH Nordhorn_Schulpreis
Bekanntgabe der Gewinner*innen durch Bundespräsident Frank-Walter Seinmeier. Screenshot: Deutscher Schulpreis/Redaktion Themenraum

Nordhorn/Berlin. Das Evangelische Gymnasium Nordhorn (EGN) hat den Deutschen Schulpreis 2021 Spezial gewonnen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gab am Montag als Schirmherr die Preisträger in sieben Kategorien online auf dem Deutschen Schulportal bekannt. Das EGN erhielt die mit je 10.000 Euro dotierte Auszeichnung in der Kategorie „Tragfähige Netzwerke knüpfen“. Mit der Sonderausgabe des renommierten Wettbewerbs zeichneten die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung in Zusammenarbeit mit der ARD und der ZEIT Verlagsgruppe die besten während der Corona-Pandemie entstandenen Schulkonzepte aus.

Das Evangelische Gymnasium habe es während des Lockdowns geschafft, seine Kooperationen mit außerschulischen Partnern wie der Universität Göttingen in den digitalen Raum zu übertragen, urteilte die Jury. Darüber hinaus habe es seine schulischen Netzwerke sogar international erweitert. In Niedersachsen gewann neben dem EGN auch die Integrierte Gesamtschule (IGS) Lengede einen ersten Preis - und zwar in der Kategorie „Digitale Lösungen umsetzen“. Sie habe ihren Unterricht weiterentwickelt, indem sie einen digitalen, betriebssystemunabhängigen Werkzeugkasten aufgebaut habe. Die übrigen Preisträger stammen aus Nordrhein-Westfalen (3), Hamburg (1) und Hessen (1).

Steinmeier betonte während der Preisverleihung, Deutschland sei derzeit nicht da, wo es sein sollte. „Die Pandemie entblößt unsere Schwächen im Bildungssystem. Das muss anders werden!“ Die Coronakrise habe aber auch kreative Stärken hervorgebracht hat: „An vielen Schulen haben Schulleiterinnen und Lehrer nicht geklagt, sondern in kürzester Zeit umgedacht und beherzt gehandelt.“ Viele seien in dieser schwierigen Zeit über sich hinausgewachsen.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung, Joachim Rogall, sagte, die Corona-Pandemie habe die Schulen an ihre Grenzen gebracht. Die Lehrkräfte hätten den Unterricht neu denken und bewährte Strukturen infrage stellen müssen. Für viele Schulen sei die Pandemie ein Weckruf gewesen. „Durch Mut, Tatendrang und Kreativität wurden diese Schulen in den vergangenen Monaten zum Ideenlabor für ein zukunftsfähiges Schulsystem.“ Das belegten die Konzepte der diesjährigen Preisträgerschulen. Jetzt gelte es, von diesen Erfahrungen zu profitieren und den Schulen die Freiheiten zu ermöglichen, die sie für ihre individuellen Herausforderungen benötigten, „beispielsweise beim Einsatz personeller Ressourcen.“

epd Landesdienst Niedersachsen-Bremen