Gimte: Regionalbischof Gorka ordiniert Ann-Karin Wehling zur Pastorin

Nachricht 08. Februar 2021
Ann-Karin Wehling_Ordination_Gimte_(c) Gunnar Müller
Regionalbischof Eckhard Gorka (re.) ordinierte am Sonnabend Ann-Karin Wehling (Mitte) in der Marienkirche in Gimte zur Pastorin. Foto: Gunnar Müller

Gimte/Hann. Münden. Regionalbischof Eckhard Gorka ordinierte am Sonnabend Ann-Karin Wehling in der Marienkirche in Gimte zur Pastorin. „Ordination ist die Konfirmation der Vikarinnen und Vikare. Ein Segens- und Sendungsgottesdienst am Berufsanfang“, sagte Gorka. Wehling wird als Pastorin der Gemeinde in Gimte und als Jugendpastorin im Kirchenkreis Münden tätig sein.
 
Christ zu sein, sei in der Gesellschaft begründungs- und auskunftspflichtig geworden. „Normal, im Sinne von mehrheitsfähig und selbstverständlich, ist das Christsein in unserer Gesellschaft nicht mehr. Es ist schwer, aber es tut uns vielleicht auch gut zu merken, dass jede Begegnung, jedes Gespräch so eine Anfangssituation sein kann“, sagte Gorka. 
 
Die Gesellschaft lebe inzwischen in traditionsfreien Räumen. „Und die sind schon von starken Anbietern besiedelt. Da bricht kein Jubel aus, wenn wir mit unserem Glauben kommen und von Christus erzählen.“ Die 33-Jährige stehe so am Beginn einer neuen Zeit, in der es keine Vorlagen gebe. Und doch habe sie sich bewusst auf diesen Weg begeben. Bereits in der Jugendarbeit in Karohagen habe Wehling mitgewirkt. „Die evangelische Jugend erweist sich sehr wohl als Brunnenstube des Glaubens und Quellort für geistliche Berufungen“, zeigte sich Gorka zuversichtlich. „Und nun sind in Gimte alle glücklich – und die Jugend wird es auch – dass Sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter Weser aufwärts gezogen sind.“
 
Auch Mündens Superintendent Thomas Hennig freue sich auf die junge Kollegin, die mit neuen Ideen und auf ihre Weise in der Gemeinde und als Jugendpastorin im Kirchenkreis wirken werde: „Bringen Sie sich ein, es ist Ihre Zukunft!“
 
Durch die Corona-Bedingungen fand der Ordinations-Gottesdienst nur mit wenigen Gästen und den geltenden Hygienemaßnahmen statt.
„Ich freue mich darauf, die Menschen hier kennenzulernen“, sagte Ann-Karin Wehling und dankte den Anwesenden. Vermutlich werde sie in nächster Zeit wegen der Corona-Bedingungen viel telefonieren müssen – mit den neuen Kolleginnen und Kollegen, den Haupt- und Ehrenamtliche und der Gemeinde. „Ich komme nicht mit einem Masterplan, sondern möchte vielmehr zuhören, Fragen stellen, da sein.“ Sie nutze zwar auch soziale Medien und Videokonferenzen, „aber noch lieber habe ich „kohlenstoffartige Begegnungen“ mit den Menschen vor Ort – sobald dies wieder möglich sei.
  
Zur Person:
Ann-Karin Wehling wuchs nahe der Weser in Auetal auf. In Göttingen studierte sie ach dem Abitur studierte Wehling evangelische Theologie. Nach einem anschließenden Vikariat, der Ausbildung zur Pastorin, schloss sie eine Zusatzausbildung im Landesjugendpfarramt an. Ann-Karin Wehling wohnt seit einigen Tagen mit ihrem Mann Christian Kuhlmann, der gemeinsamen fünf Monate alten Tochter Mila und Hündin Zola im Pfarrhaus in Gimte.

Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen