"Öffentliche Trauerkultur": Regionalbischof wirbt für Lichtfenster

Nachricht 29. Januar 2021
Lichtfenster_mit Slogan_Logo_quadratisch
Bild: Landeskirche Hannover

Stade. Der Stader evangelische Regionalbischof Hans Christian Brandy wirbt für eine Teilnahme an der bundesweiten Aktion "#lichtfenster", die Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ins Leben gerufen hat. Um an die Toten der Corona-Pandemie zu erinnern, rief Steinmeier in der vergangenen Woche dazu auf, jeweils freitagabends ein Licht ins Fenster zu stellen. Eine öffentliche Trauerkultur sei angesichts der großen Zahl Verstorbener wichtig für unsere Gesellschaft, sagte Brandy am Donnerstag.

Viele seien einsam gestorben, weil Besuche im Krankenhaus oder Pflegeheim nicht möglich gewesen seien, führte der leitende Theologe aus. "Das war und ist für Sterbende, ihre Angehörigen und auch für das Pflegepersonal eine extreme Belastung." Aber auch für Erkrankte und für Familien, die ihre Toten aufgrund der Corona-Beschränkungen nur im kleinsten Kreis beerdigen konnten, sei die Situation schwer.

Nach Ostern will Steinmeier eine zentrale Gedenkfeier für die Toten der Corona-Pandemie ausrichten. Bis dahin soll die Aktion "#lichtfenster" laufen. Ein genaues Datum für die Gedenkfeier wurde noch nicht genannt. Der Ostersonntag fällt in diesem Jahr auf den 4. April.

In den sozialen Medien können auf den Kanälen der hannoverschen Landeskirche unter "#Lichtfenster" an jedem Freitag Fotos veröffentlicht werden. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat zudem eine Themenseite zur Aktion zusammengestellt (über www.ekd.de erreichbar).

epd Landesdienst Niedersachsen-Bremen