Kirchenkreistag würdigt die Bedeutung der Mitarbeitenden für die Zukunft der Kirche

Nachricht 29. Oktober 2019

Osterholz-Scharmbeck. Mit neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stärkt die Kirche die Verkündigung, die Jugendarbeit und die parlamentarische Mitbestimmung in der Landeskirche. Dies beschloss der Kirchenkreistag (KKT) des Ev.-luth. Kirchenkreises Osterholz-Scharmbeck am Samstag beim Gottesdienst in der St. Willehadi-Kirche. Hier wurden neue Stellen auf den Weg gebracht, weiterhin wurden drei neue Prädikantinnen und Prädikanten in ihr ehrenamtliches Verkündigungsamt eingeführt. In einer Ausstellung präsentierte das Diakonische Werk die Vielfalt und Kompetenz seiner Fachdienste.

Iris Grasekamp (Schwanewede), Uta Keller (Wallhöfen) und Reinhard Thoden (Kirchtimke) werden künftig mit Gottes Segen Gottesdienste leiten und das Abendmahl spenden. „Sie haben bereits Andachten und Gottesdienste als Lektoren gefeiert und erhalten nun das Recht der freien Wortverkündigung“, sagte Superintendentin Jutta Rühlemann. Alle Drei hätten sich „in Studium und Weiterbildung für das neue Amt qualifiziert“. Die Kolleginnen und Kollegen aus dem Pfarrkonvent hätten sie auf ihrem Weg begleitet. Nach ihrer Prüfung im intensiven Gespräch mit Landessuperintendent Dr. Brandy am 8. Oktober haben sie ihre Ernennungsurkunden erhalten.

Pastor Martin Rutkies wird die drei Ehrenamtlichen in ihrem Verkündigungsauftrag fördern. Auch er wurde durch die Superintendentin feierlich eingesegnet und wird ab 2020 die Begleitung der Lektor/innen und Prädikant/innen übernehmen. Rutkies wird laut Rühlemann viele Erfahrungen einbringen: aus Südafrika, der Hildesheimer Blindenmission oder als Pastor der Kirchengemeinde Barskamp (Kirchenkreis Lüneburg). 

Pastor Rutkies wird diese Aufgabe von Pastor Dr. Kurt Liedtke (Worpswede) übernehmen, der die Kraft des Wortes im Amt der neuen Prädikant/innen im Gottesdienst betonte. „Wir haben eine große Verantwortung für die Worte, die wir aussprechen“, sagte Liedtke. Ob unser Wort zu Gottes Wort werde, liege jedoch immer in Gottes Hand. „Ihr sollt in Freude ausziehen und in Frieden geleitet werden“, gab Liedtke den Eingesegneten mit auf den Weg, die den Gottesdienst durch Psalmlesungen und Worte aus dem Buch Jesaja bereicherten.

Die Parlamentarier bestellten weitere Aufgabenfelder: Einstimmig votierten sie für die Umwandlung der 0,66-Stelle im Kirchenkreisjugenddienst in eine Vollzeitstelle. „Die Ausschreibung der Stelle kann damit sofort starten“, freute sich Rühlemann. Auch die vakante 0,75-Pfarrstelle in St. Willehadi stockten sie auf in eine Vollzeitstelle, um sie besetzen zu können. Pastor Reiner Sievers (Hüttenbusch) wurde ebenfalls einstimmig als stellvertretendes Mitglied in den Verbandsvorstand der Kirchenkreise im Sprengel Stade gewählt.

Auch im Parlament der Landeskirche (Landessynode) ist der Kirchenkreis weiterhin stark repräsentiert. Bereits vor Wochen haben KKT-Mitglieder Merle Garbade (St. Willehadi) als Ehrenamtliche und Pastorin Birgit Spörl (Ritterhude) als Hauptamtliche in die Landessynode gewählt. „Wir sind hier nun super vertreten und können unsere Anliegen direkt in die Entscheidungen einbringen“, freute sich die KKT-Vorsitzende Heike Schumacher.  

Neben der Kraft des Wortes setzt der Kirchenkreis auf die Macht der Tat. Das verdeutlichte die Präsentation der 12 Fachdienste des Diakonischen Werkes (www.diakonisches-werk-ohz.de) an Infoständen in der Kirche. Wie Geschäftsführer Norbert Mathy mitteilte, kümmert sich sein Team mit 25 bis 30 Hauptamtlichen und rund 200 Ehrenamtlichen um die Hilfesuchenden im Kirchenkreis.

Die KKT-Mitglieder führten intensive Gespräche mit den Teams der Diakonie und zeigten sich begeistert von der Vielfalt der Aufgaben und Kompetenz der Mitarbeitenden. „Eine klasse Chance, in Kontakt zu kommen. Das sind die richtigen Menschen am richtigen Platz, die wissen, wovon sie reden und ihre Aufgabe nicht nur Job, sondern als Berufung sehen“, lobte Günter Köck (Meyenburg) die Teams. Auch Siegfried Eckhoff will seine Eindrücke gerne in die Gemeinde tragen und für die Diakonie werben. „Das ist ein Pfund, das öffentlich zu wenig beachtet wird und mit dem die Kirche wuchern kann“, sagte der Grasberger.

Zum Abschluss der Sitzung nahmen die Parlamentarier ihre eigens für sie konzipierten Info- und Arbeitsordner in Empfang. Auf rund 140 Seiten finden sie alles Wichtige über Strukturen und Partner im Kirchenkreis, Regionen, kirchliche Dienste, Sachstände, Wirtschafts- und Personalplanung sowie rechtliche Grundlagen.

Gute Nachrichten auch zum geplanten Kirchenzentrum bei St. Willehadi: Laut Rühlemann kann die Suche nach einem Planungsbüro beginnen. Sie führte die Parlamentarier durch die Innenstadt und informierte über den derzeitigen Sachstand der Überlegungen. Eine Fotostrecke zum Kirchenkreistag finden Sie auf www.kirchenkreis-osterholz.de.  

Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkries Osterholz-Scharmbeck