Verabschiedung aus der Hospiz- und Palliativseelsorge

Nachricht 04. September 2019

Hannover. Zwölf Jahre lang prägte sie die Hospiz- und Palliativarbeit in der hannoverschen Landeskirche und in ganz Niedersachsen; nun wurde Pastorin Andrea Peschke von Angela Grimm, Direktorin des Zentrums für Seelsorge (ZfS), in den Ruhestand verabschiedet.

„Vor zwölf Jahren, zu Beginn deiner Tätigkeit in diesem Arbeitsfeld, waren der hospizliche Gedanke und der Palliativgedanke noch nicht so leichtgängig wie heute – vor allem auch der Gedanke, dass Kirche und Hospiz zusammengehören“, blickte die ZfS-Direktorin in ihren Abschiedsworten in der Marien-Petri-Kirche in Wennigsen zurück. „Du hast den Hospizgedanken und das hospizliche Ehrenamt gestärkt und hast die Hospizseelsorge als seelsorgliche Alltagsbegleitung auf Augenhöhe gelehrt.“

Seit 2007 zunächst als landeskirchliche Beauftragte für Hospiz- und Palliativmedizin an der Medizinischen Hochschule in Hannover tätig, wurde Andrea Peschke im Dezember 2013 Teil des Zentrums für Seelsorge, war in den folgenden Jahren unter anderem für Hospiz- und Seelsorge-Fortbildungen in den Regionen der Landeskirche, die jährliche Loccumer Hospiztagung und die Landeskirchlichen Hospiztage für Ehrenamtliche verantwortlich. Regelmäßig besuchte sie ambulante und stationäre Hospizdienste, um deren Anliegen wahrzunehmen und die Mitarbeitenden in ihrer seelsorglichen Haltung zu stärken.

In der Hospizarbeit gehe es darum, auf Golgatha zu bleiben, Trauer und Leid mitzutragen und auch Unerlöstes auszuhalten – diese theologische Position bestimmte die Haltung Peschkes in ihrer Arbeit. Es sei nicht das Ziel, in Gedanken und im Gesagten schnell zu Ostern überzugehen, betonte sie immer dann, wenn sie gebeten wurde, etwas zu ihrer Aufgabe zu sagen. „Hospiz mit Herz unter dem Kreuz, das war dein Thema“ – so formulierte es ZfS-Direktorin Angela Grimm im Verabschiedungsgottes- dienst.

Öffentlichkeitsarbeit im Zentrum für Seelsorge