Hannover startet Modellprojekt für Wohnungslose

Nachricht 21. Februar 2019

Hannover. Mit einem neuen Pilotprojekt will die Stadt Hannover gemeinsam mit der Sozialstiftung "Ein Zuhause" wohnungslosen Menschen direkt und ohne Hürden Mietwohnungen zur Verfügung stellen. "Wir holen die Menschen ab, die ganz hinten in der Schlange stehen", sagte Jürgen Schabram aus dem Stiftungsrat am Mittwoch.

Für das Modellprojekt will die Stiftung, die auch durch die Dachstiftung Diakonie finanziert wird, ein zweieinhalbgeschossiges Haus mit 15 Wohnungen auf einem städtischen Grundstück im Stadtteil Vahrenwald errichten. Die Mietwohnungen sollen Schabram zufolge je nach Bedürftigkeit an Betroffene vergeben werden, zu denen die Stiftung Zugang hat. Diese seien dann keine "Bittsteller" mehr, sondern normale Mieter.

Das Projekt orientiere sich an dem internationalen Konzept "Housing First", das Wohnraum als erste und wichtigste Hilfsleistung für obdachlose Menschen begreife, erläuterte Andreas Sonnenberg vom Verein "Werkheim", der als Treuhänder der Stiftung tätig ist. Eine weitere Besonderheit des Projekts sei ein begleitendes Hilfsangebot für die neuen Mieter. Ein Sozialarbeiter werde als Vertrauensperson und Ansprechpartner ständig im Haus anwesend sein. Dieser soll die Bewohner unterstützen, beraten und etwaige weitere Hilfsleistungen organisieren.

epd Landesdienst Niedersachsen-Bremen