Regionalbischof Gorka kritisiert Verrohung der Sprache

Nachricht 24. Dezember 2018

Hildesheim. Der Landessuperintendent des evangelischen Sprengels Göttingen-Hildesheim, Eckhard Gorka, hat in seinem Grußwort zu Weihnachten eine Verrohung der Sprache kritisiert. Die Wortwahl habe massiv an Härte zugelegt, schreibt Gorka in seinem am Mittwoch veröffentlichten Brief: "Neben den flüchtigen Kurznachrichten prägt eine hochemotionale Ausdrucksweise unsere Gegenwartssprache." Dafür seien neue Worte erfunden worden wie "Shitstorm" oder "Hatespeak".

"Schnelllebige Worte und hastig hingeschleuderte Kommentare" prägten die Gegenwart. Sie zeigten oder wollten beweisen, "dass wir in hektischen und unsicheren Zeiten leben". Einfache Lösungen hätten Konjunktur und populistische Parteien gewännen an Zulauf.

Ganz anders klinge die Botschaft des Weihnachtsevangeliums. Zwischen den Zeilen sei dort zu lesen, dass nicht Furcht, sondern Freude und eine tiefe Gelassenheit zu Weihnachten gehörten, unterstrich Gorka: "Furchtlosigkeit und Freude kommen allerdings nicht in der Gestalt des Habens und Besitzens, sondern in der Gestalt des Werdens und Wachsens."

epd Landesdienst Niedersachsen-Bremen