Mehr als 1.100 Weihnachtspakete für Gefangene - Hilfsorganisation spricht von Rekord

Nachricht 12. Dezember 2018

Celle. Mit mehr als 1.100 Weihnachtspaketen beschert die christliche Straffälligenhilfe "Schwarzes Kreuz" in diesem Jahr bundesweit Häftlinge zum Fest. Rund 730 Spenderinnen und Spender hätten damit so viele Pakete gepackt wie nie zuvor, sagte die Sprecherin der Hilfsorganisation, Ute Passarge, am Dienstag in Celle. Die Päckchen gingen an besonders bedürftige Inhaftierte in bundesweit 32 Haftanstalten.

Den Paketen, gefüllt mit Kaffee, Gebäck oder Schokolade, würden oft handgeschriebene Weihnachtswünsche beigelegt, hieß es. Für die Inhaftierten sei dies wichtig. So habe ein Gefangener aus Göttingen geschrieben: "Dieses Paket zu Weihnachten gibt mir Hoffnung!" Eine JVA-Mitarbeiterin aus Uelzen schrieb, dass die Pakete die Weihnachtstage und den Jahreswechsel erleichterten und ein besonderer Beitrag zum friedlichen Miteinander seien.

In den meisten Bundesländern, darunter auch Niedersachsen, dürfen Häftlinge nach Angaben des "Schwarzen Kreuzes" keine persönlichen Weihnachtspakete mehr bekommen. Grund sei der hohe Kontrollaufwand. Die Hilfsorganisation habe jedoch die Möglichkeit, Pakete an Kontaktpersonen in den Justizvollzugsanstalten zu schicken. Diese leiteten die Geschenke an Gefangene weiter.

Das "Schwarze Kreuz" hilft nach eigenen Angaben seit 1925 Straffälligen in ganz Deutschland. Die Geschäftsstelle in Celle begleite und berate Inhaftierte und rund 500 Ehrenamtliche, die sich unter anderem mit Gesprächskreisen in den JVAs engagieren. Das "Schwarze Kreuz" mit Sitz in Celle hilft nach eigenen Angaben seit 1925 Straffälligen in ganz Deutschland.

epd Landesdienst Niedersachsen-Bremen