Klosterkammer legt Buch zur eigenen Geschichte vor

Nachricht 05. Dezember 2018

Hannover. Die Klosterkammer Hannover hat zu ihrem zweihundertjährigen Jubiläum einen Aufsatzband über die eigene Geschichte veröffentlicht. Unter dem Titel "Für wohlthätige (rpt: wohlthätige) Anstalten aller Art" gehe es in dem Buch in zwölf Beiträgen um die Vorgeschichte, um den Umgang mit Kirchengut nach der Säkularisation 1802/03 oder um die Gründung der Klosterkammer im Jahr 1818, wie die Behörde am Dienstag mitteilte.

Zudem befasse sich der Band mit dem geistlichen Leben in den nach 1818 weiterhin bestehenden Damenstiften sowie ihrer wirtschaftlichen, organisatorischen und personellen Entwicklung bis in die Zeit der Weimarer Republik. In den Blick genommen wird auch das ökonomische Handeln der Klosterkammer im Kontext ihres Stiftungsauftrags. Zwei Beiträge bieten Vergleiche mit geistlichen Damenstiften des 19. Jahrhunderts in Nord- und Südwestdeutschland.

Die Klosterkammer Hannover ist heute eine Sonderbehörde unter Rechtsaufsicht des Landes Niedersachsen, die unabhängig vier Stiftungen aus ehemals kirchlichem Vermögen verwaltet. In nachreformatorischer Zeit ist sie als landesherrliche Klosterverwaltung in den welfischen Territorien entstanden. Sie erfuhr die Klosterkammer als Folge des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803 und der Säkularisation der ehemaligen geistlichen Fürstentümer Osnabrück und Hildesheim einen bedeutenden Vermögenszuwachs. Nach Gründung des Königreichs Hannover wurde die Klosterkammer 1818 durch den Prinzregenten und späteren König Georg IV. als Behörde zur Verwaltung des Allgemeinen Hannoverschen Klosterfonds neu gegründet.

epd Landesdienst Niedersachsen-Bremen