Landessynode will jünger und weiblicher werden

Nachricht 01. Dezember 2018

Hannover. Die Landeskirche will ihr Kirchenparlament verjüngen und für ein möglichst ausgeglichenes Verhältnis zwischen den Geschlechtern sorgen. Dafür hat die Landessynode am Freitag zum Abschluss ihrer viertägigen Tagung in Hannover eine Gesetzesänderung beschlossen.

Demnach soll bereits bei der Aufstellung der Kandidaten in den 48 Kirchenkreisen sichergestellt werden, dass 20 Prozent unter 30 Jahre alt sind. Bei den Frauen und Männern soll das jeweils geringer vertretene Geschlecht zu mindestens 40 Prozent repräsentiert sein. Wird die Quote nicht erreicht, muss der Nominierungsausschuss nacharbeiten. Wie viele Frauen, Männer und junge Menschen letztlich in die Synode einziehen, ergibt dann die Wahl.

2019 stehen die Wahlen an. Die neue Synode tritt im Frühjahr 2020 zusammen. Sie besteht aus 66 gewählten und 12 zusätzlich berufenen Mitgliedern. Bei der letzen Wahl im Jahr 2013 wurden zwei junge Menschen unter 30 in das Kirchenparlament gewählt. Unter den zusätzlich Berufenen war einem Kirchensprecher zufolge niemand in dieser Altersgruppe. Aktuell sind die Frauen mit rund 44 Prozent leicht in der Minderheit.

In der Synode arbeiten seit Februar 2014 erstmals von der evangelischen Jugend abgesandte Jugenddelegierte mit. Die vier Delegierten haben bisher nur ein Rede- und Antragsrecht. Mit der neuen Synode sollen sie auch ein Stimmrecht erhalten.

"Unsere Arbeit hat sich gelohnt", sagte die Jugenddelegierte Sophie Dankert dem epd. "Wir haben gezeigt, dass es wert ist, unsere Stimme zu hören, und die Synode hat gezeigt, dass sie das auch tut", sagte die 24-Jährige. Mit dem Stimmrecht und der Chance, dass künftig deutlich mehr junge Menschen ins Kirchenparlament einziehen könnten, bekomme die Position der Jüngeren jetzt mehr Gewicht. "Das ist ein großer und richtiger Schritt." Damit arbeite die Synode auch an ihrer Zukunftsfähigkeit.