Landesbischof erinnert an Bürgerrechtler Martin Luther King

Nachricht 27. August 2018
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„I have a dream“ („Ich habe einen Traum“). Äußerst bedacht gewählte Worte des Martin Luther King, die die Welt veränderten. Bild: Archiv Evangelische Zeitung

Hannover. Landesbischof Ralf Meister hat an den Baptistenpastor und Bürgerrechtler Martin Luther King (1929-1968) erinnert. "Jeder, der vor 40 Jahren nach Vorbildern suchte, ob aus christlichen Motiven oder ohne, kam auf Martin Luther King", sagte der evangelische Theologe in einem Gottesdienst am Sonntag in der freikirchlichen "Gemeinde am Döhrener Turm" in Hannover. Meister erinnerte an den 55. Jahrestag des Marsches auf Washington, zu dem King am 28. August 1963 seine berühmteste Rede "I Have a Dream" hielt.

"Ich frage mich, was Martin Luther King zu unserer Welt heute sagen würde", sagte der Bischof mit Blick auf die USA. Heute erschössen dort weiße Polizisten schwarze Jugendliche, es werde von einem neuen Rassismus gesprochen und ein weißer Präsident regiere das Lande, "der die Gesellschaft spaltet, der lügt und zynisch und niederträchtig über andere Menschen spricht."

King habe solchem Wirken eine Strategie entgegengesetzt, wie sie auch der Hindu Mahatma Gandhi (1869-1948) genutzt habe - das Prinzip der strikten Gewaltlosigkeit. Es sei beiden darum gegangen, ihre Gegner mit einem moralisch überlegenen Prinzip zu konfrontieren. Damit sendeten sie eine Botschaft in die Welt von heute, die an Gewalt, Narzissmus und Führertum zu zerbrechen scheine. "Es ist die Botschaft, dass Wut und Zorn niemals in Hass umschlagen dürfen. Dass Entsetzen und Erschrecken über die Gewalt anderer niemals in Rache und Vergeltung münden dürfen."

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen