Wichtige Erfahrungen durch Arbeit beim Evangelischen Jugenddienst

Nachricht 29. Juni 2018

Osterode. Sie erarbeiten Konzepte für Workshops, bereiten Freizeiten vor und bieten verschiedene Aktionen an, die dann mehr oder weniger gut angenommen werden. Einiges entpuppt sich als tolle Idee, anderes trifft nur auf wenig Resonanz. Auch damit müssen sie umgehen lernen. Denn all das gehört für Daniel, Marius, Lars und Christoph zur alltäglichen Arbeit bei der evangelischen Jugend im Kirchenkreis Harzer Land.

Sie absolvieren dort ihren Bundesfreiwilligendienst, ihr Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Praktikum und lernen dabei viel über Organisation und noch mehr über den Umgang mit jungen Menschen. Oft sind sie das Bindeglied zwischen Jugendlichen und der Organisation Kirche. Deshalb wird ihre Arbeit auch wertgeschätzt und dementsprechend frei können sie ihre Arbeit auch gestalten.

Christoph beispielsweise studiert Soziale Arbeit und will durch sein Praktikum einen Einblick in die Jugendarbeit erlangen. Den bekam er unter anderem durch ein eigenes pädagogisches Konzept, bei dem ihm freie Hand gelassen wurde, so dass er seine Ideen umsetzen und sozusagen am „lebenden Objekt“ testen konnte. Dabei stellte er fest, dass es in der Theorie viel einfacher ist, zielgruppengerecht zu planen als in der Praxis, wo manchmal schon schönes Wetter zur Konkurrenz für ein Angebot werden kann.

Die Erfahrung machte auch Daniel, der als Bufdi vorwiegend im Oberharz engagiert ist und sich dort beispielsweise an Spieleabenden versuchte, die auch die Clausthaler Studenten ansprechen sollten. „Vielleicht fühlen sich viele von der Organisation Kirche einfach nicht so wirklich angezogen“, resümiert er, nachdem der Erfolg eher mäßig ausfiel.

Andererseits habe er festgestellt, wie viel Spaß es ihm machte, in die Arbeit mit fremden Jugendlichen hineinzuwachsen. Genau wie Marius kommt Daniel aus Bad Sachsa, doch während der bei seiner Arbeit dort viele der Konfirmanden schon mehr oder weniger kannte, musst Daniel sich manches erst neu erarbeiten und stellte dabei fest, dass genau das Spaß machen kann.

Gemeinsam mit Lars war er beispielsweise ziemlich spontan bei einem Konfirmandencamp im Eichsfeld mit dabei und selbst das gelang ihnen aufgrund ihrer bis dahin gemachten Erfahrungen ohne Anlaufschwierigkeiten. „Es ist wichtig, dass man sich schnell auf neue Gruppen einstellen kann“, sagt Lars, der unter anderem die Konfirmandenarbeit in Herzberg organisiert. Dafür entschied er sich, weil er wissen will, ob dies auch sein beruflicher Werdegang sein kann.

Kann es, zieht er jetzt Bilanz, und auch die drei anderen würden sich sofort wieder auf diese Stellen bewerben. Zum einen, weil das, was sie hier lernen, sie beruflich wie persönlich weiterbringt, zum anderen, weil sie sich ziemlich frei ausprobieren können und nur dann Hilfe bekommen, wenn sie diese auch wollen. Auch wenn Kirche bei vielen Jüngeren vielleicht nicht besonders angesagt ist, haben sie ein äußerst positives Arbeitsumfeld erfahren und bei vielen Projekten ein Miteinander, das schließlich auch sie damals für die evangelische Jugendarbeit begeisterte.

„Wir haben gerade in der Bäderregion eine relativ hohe Zahl an Jugendlichen, die Teamer werden wollen“, erläutert Marius, also junge Menschen, die vielleicht auch durch ihre persönliche Arbeit von der Arbeit in den Gemeinden überzeugt und angesteckt wurden. Die Zeit von Lars, Christoph, Marius und Daniel endet nun bald. Dann werden andere hoffentlich ebenso positive Erfahrungen machen.

Zwei Stellen bei der evangelischen Jugend sind aktuell noch frei, sagt Jugenddiakon Axel Peter und ist schon gespannt, wer sich darauf bewerben wird. In jedem Fall wird er auch den „Neuen“ einen Einblick in die vielfältige Arbeit von Kirche ermöglichen, sie Verantwortung übernehmen lassen. Denn umgekehrt sind diese Chancen für die Jugendlichen auch wichtig für die Kirche, da sich hier bei vielen entscheidet, ob sie einen Berufsweg im kirchlichen Dienst einschlagen.

Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Harzer Land