Pastorinnen und Pastoren diskutieren über Zukunft des Pfarrberufs

Nachricht 16. Mai 2018

Hildesheim . Die hannoversche Landeskirche sucht nach Wegen, den Pfarrberuf langfristig attraktiv zu halten. Innerhalb der Kirche gebe es ein enormes Interesse, auf aktuelle gesellschaftliche Veränderungen mit einem dazu passenden Pfarrer-Berufsbild zu reagieren, sagte der evangelische Landesbischof Ralf Meister am Dienstag in Hildesheim. Bis Mittwoch diskutieren dort in der Michaeliskirche rund 200 Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem gesamten Gebiet der Landeskirche unter dem Titel "Pfarrberuf 2030" Zukunftsfragen rund um das Pfarramt. "Es ist das erste Mal, dass wir uns diesem Thema in so großer Zahl widmen", sagte Meister.

Oberlandeskirchenrätin Nicola Wendebourg sagte, gerade weil auch die hannoversche Landeskirche vor einem gigantischen Wandel stehe, sei jetzt der Zeitpunkt gekommen, um sich über die Zukunft Gedanken zu machen. In Deutschlands größter Landeskirche zwischen Hann. Münden und der Nordsee arbeiten nach ihren Angaben zurzeit noch rund 1.800 Pastorinnen und Pastoren. Bis 2030 verliere die Kirche aber durch eine Ruhestandswelle rund ein Drittel dieser Pastorenschaft, betonte Wendebourg: "Wir erhoffen uns deswegen auch wichtige Impulse, wie wir mit weniger Personal weiter verlässlich in der Fläche präsent sein können."

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen