Begegnungen in Brasilien

Nachricht 26. April 2018

Porto Alegre. Zur Tagung des Evangelisch-lutherischen Missionswerks in Niedersachsen (ELM), die aktuell in Porto Alegre (Brasilien) stattfindet, gehört auch der Besuch von Projekten, die von den Kirchen des Missionswerks gefördert werden. Landesbischof Meister und weitere Mitglieder der deutschen Delegation besuchten in der Nähe von Porto Alegre ein Dorf, in dem die Quilombola leben, Nachfahren afrikanischer Sklaven.

Zentrale Figur dieser kleinen Gemeinde, mit etwas mehr als 1.000 Bewohnerinnen und Bewohnern, ist Rosangela da Silva Elias. Ihre Urgroßmutter floh mit ihrem Mann im 19. Jahrhundert von einer Plantage auf einen Berg im Umland von Porto Alegre. In den letzten Jahren behaupteten sich die Menschen in dem kleinen Ort gegen Immobilienspekulaten, die das Land der Quilombola kaufen wollten. 

Doch bis heute sind die Lebensverhältnisse in dem kleinen Dorf sehr schwierig. Strom erhielt die kleine Gemeinde erst vor zehn Jahren, obwohl die Metropole Porto Alegre in Sichtweite ist. Gerne hätten die Bewohnerinnen und Bewohner auch einen Kindergarten oder eine Schule in der Nähe. Bisher hat es aber nur für ein bescheidenes Gemeindezentrum gereicht. Das Missionswerk unterstützt die kleine Gemeinde zum Beispiel bei Alphabetisierungskampagnen, um gerade die jungen Quilombola in die Lage zu versetzen, ihre Zukunft selbst zu gestalten.

ELM/Pressestelle der Landeskirche