Fünfte Partnerkonsultation des Evangelisch-lutherischen Missionswerks startet in Brasilien

Nachricht 22. April 2018

Porto Alegre/ Hermannsburg. „Vision of Church and Mission 2030“ – unter diesem Motto blicken kirchenleitende Vertreterinnen und Vertreter von 15 Partnerkirchen auf der fünften Partnerkonsultation des Evangelisch-lutherischen Missionswerks in Niedersachsen (ELM) in die Zukunft von Kirche und Mission. Sie kommen aus Äthiopien, Botsuana, Brasilien, Deutschland, Indien, Malawi, Peru, Russland und Südafrika und beraten vom 21. bis 28. April in Porto Alegre, der Hauptstadt des südbrasilianischen Bundesstaates Rio Grande do Sul, über theologische Fragen und die Herausforderungen für die evangelischen Kirchen.

Porto Alegre, Sitz der Kirchenleitung der gastgebenden Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien, ist mit knapp anderthalb Millionen Einwohnern einer der größten Städte Brasiliens und spiegelt gleichzeitig die Probleme des von zunehmender politischer und sozialer Instabilität geprägten Landes wieder. Probleme, an denen sich beispielhaft der Auftrag der Kirchen nachvollziehen lässt. Im Rahmen des Tagungsprogramms werden die Teilnehmenden aus vier Kontinenten darum auch verschiedene Projekte der Gastgeberkirche besuchen.

Für ELM-Direktor Michael Thiel knüpft dieses Treffen in logischer Konsequenz an die Konsultation von vor drei Jahren unter dem Titel „Christus in der Stadt“ in Addis Abeba an. „Damals haben wir uns Gedanken gemacht über die Folgen für die Relevanz und den Auftrag der Kirchen angesichts weltweit rasant wachsender Städte und Metropolregionen“, so Thiel. „Diese Entwicklung wird sich fortsetzen durch den ungebrochenen Zustrom der Menschen in die Städte.“ Welcher Auftrag und welche Zukunftsvision für Kirche und Mission sich daraus ergeben, dem versuche man auf dieser Konferenz nachzuspüren.      

Die Konsultation, die mit Impulsreferaten von Pastor Horst Müller, Bischof der Ev.-luth. Kirche im südlichen Afrika (ELCSA-NT)  und Pastor Dr. Tswaedi, dem Exekutivdirektor der Gemeinschaft der Lutherischen Kirchen im südlichen Afrika (LUCSA), ihren Anfang nehmen wird, diene gleichzeitig der Abstimmung der Partnerkirchen des ELM auf gemeinsame Schwerpunkte der Zusammenarbeit, so Thiel.

ELM

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Als Werk der evangelisch-lutherischen Landeskirchen Hannovers, Braunschweig und Schaumburg-Lippe nimmt das ELM die Auslandsbeziehungen zu Partnerkirchen in Afrika, Asien und Lateinamerika wahr. Die Zusammenarbeit reicht dabei von der theologischen Ausbildung über medizinische, ökologische und soziale Projekte bis zum Austausch von Personal.

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