Armenischer Chor des St. Geghard-Klosters begeistert

Nachricht 10. April 2018

Hittfeld. Minutenlanger Applaus, begeisterte Zuschauer in der vollbesetzten Hittfelder Mauritiuskirche: Sängerinnen des weltweit renommierten Chores des St. Geghard-Klosters aus Armenien gaben nach ihrem Konzert in der Hamburger Elbphilharmonie in der vergangenen Woche noch ein Konzert in Hittfeld. Mit überragenden Stimmen, perfekter Abstimmung und tiefem Gefühl sangen sie geistliche Werke und folkloristische Lieder aus Armenien aus fünf Jahrhunderten unter dem Motto „Sie kommen aus dem Osten und bringen Licht in die Seelen der Menschen.“ Jedes Stück wurde mit Applaus vom Publikum belohnt, mit zwei Zugaben dankten die Sängerinnen ihrerseits dem Publikum.

Dr. Garabed Antranikian, ehemaliger Präsident der Technischen Universität Hamburg-Harburg, begrüßte die Zuschauer auf Deutsch und Armenisch: „Armenien hat eine mehr als 3000 Jahre alte Geschichte. Das Christentum hat eine lange Tradition in Armenien. Im Jahr 301 n. Chr. erhob Armenien als erstes Land der Welt das Christentum zur Staatsreligion“, sagte Antranikian. Er wies auch auf den Völkermord an den Armeniern im ersten Weltkrieg zwischen 1915 und 1918 hin, bei dem mehr als 1,5 Millionen Armenier ermordet wurden. „In den dunklen Zeiten wurde die Armenier durch ihre Religion geleitet und konnten somit ihre Identität bewahren. Sie haben eine starke Bindung an ihre Geschichte, Tradition und Sprache“, sagte Antranikian.

Der Frauenchor des St. Geghard Klosters wurde 2001 von der Sängerin und Dirigentin Anahit Papayan gegründet, die auch beim Konzert in Hittfeld sang und dirigierte. Ihr Mann Prof. Mher Navoyan ist künstlerischer Leiter des Chores. Der Chor hat weltweit mehrere Preise gewonnen.

Das St. Geghard Kloster liegt in Armenien in einer atemberaubenden Schlucht am Oberlauf des Azat in der Provinz Kotajk und wurde 400 n.Chr. in den Fels gehauen. Höhlen durchziehen das Kloster, das von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde.

Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Hittfeld