"Martin Luther Kings Geist lebt"

Nachricht 04. April 2018

Hannover. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat anlässlich des 50. Todestages des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King an diesem Mittwoch dazu aufgerufen, für Frieden und Gerechtigkeit einzutreten. "Ich habe einen Traum" - das seien wohl Kings berühmteste Worte, sagte der Ratsvorsitzende in einem Video, das die EKD am Dienstag via Facebook verbreitete. "Vor jetzt genau 50 Jahren ist er ermordet worden. Aber sein Geist lebt."

Gerade erst im März hätten 500.000 Menschen, die meisten von ihnen Schülerinnen und Schüler, in Washington für die Überwindung von Gewalt demonstriert, betonte der Ratsvorsitzende, der zugleich bayerischer Landesbischof ist. "Ich wünsche mir, dass viele Menschen überall auf der Welt sich engagieren, sich einsetzen für eine Welt in Frieden und Gerechtigkeit", erklärte Bedford-Strohm.

Martin Luther King, geboren am 15. Januar 1929 in Atlanta als Sohn eines protestantischen Pastors und einer Lehrerin, gilt als Symbolfigur der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA. Bis heute legendär ist seine Rede beim Marsch auf Washington 1963, in der der promovierte Theologe vor 250.000 Menschen beklagte, dass Schwarze noch immer unter den "Fesseln der Rassentrennung und den Ketten der Diskriminierung" zu leiden hätten.

"I have a dream", rief Martin Luther King damals. Und weiter: "Ich träume, dass eines Tages meine vier kleinen Kinder in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt." 1964 erhielt King den Friedensnobelpreis. Am 4. April 1968 wurde der Baptistenpfarrer in Memphis im US-Bundesstaat Tennessee erschossen. Freikirchliche Baptisten-Gemeinden wollen auch in Deutschland in den nächsten Tagen an King erinnern, unter anderem in Jever und Oldenburg.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen