Rund 30 niedersächsische Städte beteiligen sich an Klimaschutzaktion

Nachricht 26. März 2018

Hannover. Mehr als 30 niedersächsische Städte und Gemeinden haben sich am Sonnabend an der Klimaschutzaktion "Earth Hour" beteiligt. Für eine Stunde gingen dort am Abend die Lichter an öffentlichen Gebäuden und Denkmälern aus. Bundesweit beteiligten sich fast 400 Kommunen, wie die Umweltschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF) am Sonntag mitteilte. Auf der ganzen Welt waren den Angaben zufolge mehrere tausend Städte dabei und hüllten ihre öffentlichen Gebäude von 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr in Dunkelheit. "Insgesamt verschwanden über 7000 Wahrzeichen in mehr als 180 Ländern im Dunkeln", erklärte der WWF. Dies bedeute einen "Teilnehmerrekord für einen lebendigen Planeten".

In Hannover blieben unter anderem das Theater und das Opernhaus unbeleuchtet, in Braunschweig und Osnabrück wurden auch an Kirchen die Lichter ausgeschaltet. Die Rathäuser in Hildesheim und Lüneburg, das Celler Schloss und die Kaiserpfalz in Goslar blieben ebenfalls dunkel. In Wolfenbüttel waren es unter anderem das Lessingtheater, die Trinitatiskirche, das Rathaus und das Schloss. In Wolfsburg gingen die Lichter in der Autostadt und im Fußballstadion aus, in Salzgitter-Lebenstedt in der Fußgängerzone.

Neben größeren Städten beteiligten sich in Niedersachsen auch kleine Kommunen wie Hodenhagen, Isenbüttel oder Schortens an der Aktion. Auch Privatleute waren aufgerufen, für 60 Minuten das Licht auszumachen.

Die Kampagne "Earth Hour" begann 2007 in der australischen Stadt Sydney. Ein Jahr später erreichte die Aktion 370 Städte in 35 Ländern und wurde zur globalen Bewegung. Der Klimawandel ist nach Angaben des WWF schon jetzt verantwortlich für ein noch nie dagewesenes Artensterben. Viele Tiere und Pflanzen könnten sich nicht schnell genug an die steigenden Temperaturen und die veränderten Bedingungen anpassen. Funktionierende Ökosysteme seien jedoch unverzichtbar: Würden sie zerstört, bedrohe das "die gesamte Lebensgrundlage - vom Wasser, das wir trinken bis zur Luft, die wir atmen", hieß es.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen