Projekt untersucht evangelische Bildungslandschaft in Bremerhaven

Nachricht 10. Januar 2018
Bildung
"Was haben wir? Wo gibt es Leerstellen? Wo sollen künftig Schwerpunkte gesetzt werden?" - mit diese Fragen wird die evangelische Bildungslandschaft untersucht. (Symbolfoto) Bild: Hanna Eder/epd-bild

Bremerhaven. Mit einem Pilotprojekt wird ab März in zweijähriger Arbeit die evangelische Bildungslandschaft in Bremerhaven analysiert. Gemeinsam mit dem Sozialwissenschaftlichen Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) solle untersucht werden, inwieweit sich die Bildungsarbeit des hannoverschen Kirchenkreises der Seestadt am Lebenslauf der Menschen orientiere, erläuterte am Montag Jörg Matzen. Er leitet das Evangelische Bildungszentrum in Bad Bederkesa, das für die praktische Umsetzung der Studie sorgt.

Evangelische Bildungsarbeit beginne bei Schwangerschaftsberatung und Kinderkrippe und reiche bis zur Seniorenbildung, erläuterte Matzen. Bei der Analyse sollen kirchliche Einrichtungen wie etwa Diakoniestationen und Familienbildungsstätten berücksichtigt werden. "Was haben wir? Wo gibt es Leerstellen? Wo sollen künftig Schwerpunkte gesetzt werden? - das sind zentrale Fragen", erläuterte Matzen und ergänzte: "Dabei soll speziell in Bremerhaven das Thema Kinderarmut eine Rolle spielen."

Geprüft werden soll auch, ob durch die Vernetzung mit außerkirchlichen Partnern Teile der Bildungskette abgedeckt werden können. "Wir sind an Zusammenarbeit interessiert", betonte Matzen. Gleichzeitig läuft die exemplarische Untersuchung auch im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf bei Hannover. Studien dieser Art sind bereits in den Kirchenkreisen Wolfsburg-Wittingen und Hildesheim-Sarstedt gestartet worden.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen