Landeskirche bonifiziert Altenseelsorge

Nachricht 18. Dezember 2017
Christians-Albrecht, Anita
Die Arbeit mit älteren Menschen sei ein fester Bestandteil kirchlicher Arbeit in den Gemeinden und in Pflegeheimen, betont Pastorin Anita Christians-Albrecht, Beauftragte für Altenseelsorge in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Bild: Zentrum für Seelsorge

Hannover. Mit einem neuen Förderprogramm will die hannoversche Landeskirche die Altenseelsorge in Kirchengemeinden und Pflegeheimen weiter ausbauen. Dabei unterstützt die Landeskirche Kirchenkreise, indem sie zunächst fünf Jahre lang Stellen von Pastorinnen, Pastoren, Diakoninnen oder Diakonen mit je einem Achtel oder einem Viertel mitfinanziert. Die Seelsorger könnten etwa Gottesdienste für ältere Menschen in den Gemeinden und in Pflegeheimen anbieten, erläuterte die Beauftragte für Altenseelsorge, Pastorin Anita Christians-Albrecht, am Freitag in Hannover. Sie könnten pflegende Angehörige begleiten, spezielle Angebote für Demenzkranke entwickeln oder die noch aktiven Senioren für Ehrenämter gewinnen.

Voraussetzung für eine Bonifizierung durch die Landeskirche ist, dass die Kirchenkreise auch selbst das Geld für den gleichen Stellenanteil aufbringen, hieß es. Zudem müssten sie ein Konzept vorlegen. Insgesamt stelle die Landeskirche für fünf Pastoren- und zweieinhalb Diakonenstellen die Mittel zur Verfügung.

"Die Arbeit mit älteren Menschen ist ein fester Bestandteil kirchlicher Arbeit in den Gemeinden und in Pflegeheimen", sagte Christians-Albrecht. Weil es immer mehr hochbetagte Menschen gebe, könnten die Seelsorger vor Ort Unterstützung brauchen. Die Zahl der Pflegeheime sei gestiegen. Gleichzeitig würden mehr als 70 Prozent der Pflegebedürftigen von Angehörigen betreut. Neu in den Blick genommen würden auch die Sterbebegleitung in den Altenheimen und die Begleitung der Angehörigen von Demenzerkrankten.

Zudem gebe es immer mehr Ältere die sich engagieren wollten. "Immer mehr Menschen erleben ein Drittel ihres Lebens im Ruhestand als eigenständigen Lebensabschnitt, in dem sie gerne im Ehrenamt Verantwortung übernehmen", sagte Christians-Albrecht. "Pastorinnen und Diakone auf zusätzlichen Stellen in der Altenseelsorge können sich für eine generationsübergreifende Kirchengemeinschaft einsetzen." Über das neue Programm gefördert haben der Pastorin zufolge bereits eine Pastorin in Celle und eine Diakonin in Stade ihren Dienst aufgenommen.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

Weitere Informationen

Auskünfte zum Bonifizierungsprogramm erteilen Anita Christians-Albrecht im Zentrum für Seelsorge unter 0511 79 00 31-18 oder christians-albrecht@zentrum-seelsorge.de sowie Katja Gärtner im Landeskirchenamt unter 0511 12 41-596 oder katja.gaertner@evlka.de.

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