Landesbischof startet Besuche bei Kirchenvorständen

Nachricht 28. September 2017

Dissen/Kr. Osnabrück. Landesbischof Ralf Meister hat zum Auftakt einer Reihe von Besuchen in Kirchenvorständen betont, wie wichtig es sei, dass sich Kirchengemeinden in das Gemeinwesen ihrer Städte und Dörfer einbringen. Eine lebendige Kirche sollte nicht nur ihre eigenen Mitglieder im Blick haben, sondern die Sorgen und Nöte aller Menschen, sagte Meister am Dienstagabend in Dissen bei Osnabrück: "Das gute Bild der Volkskirche heißt nicht, dass wir alle schon Christen sind, sondern dass das, was wir tun, alle Menschen betrifft."

Der evangelische Bischof startete in der Mauritius-Kirchengemeinde in Dissen bei Osnabrück seine Besuchstour durch die hannoversche Landeskirche anlässlich der bevorstehenden Kirchenvorstandswahl am 11. März 2018. Die nächsten Stationen sind das Emsland und der Landkreis Cuxhaven.

Er wolle mit den noch amtierenden Kirchenvorstehern über ihre Arbeit in den vergangenen Jahren und künftige Herausforderungen ins Gespräch kommen und die Kampagne "Kirche mit mir" der fünf evangelischen Landeskirchen in Niedersachsen unterstützen, sagte Meister. Die Kampagne soll Menschen dazu ermutigen, für die ehrenamtlichen kirchlichen Leitungsgremien zu kandidieren, und für eine möglichst hohe Wahlbeteiligung sorgen.

Als vorbildlich lobte Meister die Arbeit der Mauritius-Gemeinde. Sie mache in herausragender Weise die Anliegen der Menschen in der Stadt zu ihren eigenen Anliegen. Dazu habe sie 2003 eigens eine Stiftung gegründet. Dissen stehe durch die Schließung eines großen Krankenhauses 2014 und die anstehende Schließung des Homann-Werkes für Feinkost-Lebensmittel mit mehr als 1.000 Arbeitsplätzen vor großen Herausforderungen.

Die "Stiftung Dissen" fördert nach eigenen Angaben nicht nur Projekte innerhalb der Kirchengemeinde, sondern auch solche, die dem Gemeinwesen zugutekommen. Dazu gehören etwa Familienlotsen, ein Generationen-Netzwerk, das Hilfe für ältere Menschen und Familien vermittelt, oder die Unterstützung von Schulen durch Absolventen des Freiwilligen Soziales Jahres.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen