Kirchenpräsident Heimbucher eröffnet Interkulturelle Woche

Nachricht 25. September 2017
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Dr. Martin Heimbucher; Bild: Jens Schulze/epd-bild

Celle. Der evangelisch-reformierte Kirchenpräsident Martin Heimbucher hat angesichts wachsender kultureller Vielfalt in Deutschland dazu aufgerufen, den Kontakt zu zugewanderten Menschen zu suchen. "Hingehen lautet das Rezept", sagte er am Sonntag in Celle bei der landesweiten Eröffnung der "Interkulturellen Woche" für Niedersachsen. Nur zuschauen und lamentieren genüge nicht. "Wo es hingehen wird in unserem Land, das bestimmen wir mit, jeder und jede von uns."

Die von den Kirchen initiierte "Interkulturelle Woche" steht in diesem Jahr unter dem bundesweiten Motto "Vielfalt verbindet". Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften, Kommunen und Initiativen bieten dazu auch in Niedersachsen zahlreiche Vorträge, Konzerte oder Begegnungsabende an.

Dass Vielfalt verbinde, verstehe sich nicht von selbst, betonte Heimbucher in der reformierten Kirche von Celle laut Redemanuskript. "Vielfalt kann auch auseinanderführen und voneinander trennen, wenn sie unverbunden bleibt." Deshalb sei es wichtig, die neuen Nachbarn zu besuchen oder sie zu sich einzuladen.

Die Feier wurde von Teilnehmern aus Russland, Ungarn, der Republik Kongo, Palästina und Kurdistan mitgestaltet. Seit 1975 rufen die evangelische, die katholische und die orthodoxe Kirche jährlich Ende September mit einem gemeinsamen Wort zu einer Interkulturellen Woche auf.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen