"Ort der Treue"

Nachricht 18. September 2017

Garbsen/Reg. Hannover. Hannovers Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann hat den großen Einsatz vieler Menschen für einen Neubau der durch Brandstiftung zerstörten Willehadikirche in Garbsen herausgestellt. "So viel Solidarität, so viel Engagement, so viel gemeinsame Freude am Werk des Aufbaus und der neuen Kirche am alten Ort", sagte Heinemann am Sonntag beim Aegidienempfang des evangelisch-lutherischen Stadtkirchenvorstands in der örtlichen Willehadikirche.

Willehadi sei "zu einem Zentralort unseres Kirchenkreises" geworden, betonte Heinemann. Es sei ein Ort "der für die Treue zum Evangelium steht und für den Mut, nicht aufzugeben".

Die alte Kirche, ein roter Klinkerbau aus dem Jahr 1969, war in der Nacht zum 30. Juli 2013 durch Brandstiftung bis auf zwei Stücke der Außenmauer komplett niedergebrannt. Das neue Gebäude ist mit 250 Plätzen etwas kleiner als der alte Sakralbau. Zahlreiche Spuren erinnern noch an den Brand. So stehen in einem "Garten der Erinnerung" rund um die Kirche noch einige Original-Mauerreste.

Auch eine bronzene Christus-Skulptur aus der alten Kirche wurde in den Neubau integriert. Sie war bei dem Brand weitgehend unbeschädigt geblieben. Die neue Kirche kostete nach Angaben der Gemeinde rund 2,3 Millionen Euro. Hinzu kommen rund 700.000 Euro für die Innenausstattung einschließlich einer neuen Orgel. Den größten Teil der Kosten trug die Versicherung.

Das Feuer an der Willehadikirche war der traurige Höhepunkt einer Reihe von mehr als hundert Brandstiftungen an Papiercontainern oder Hecken an einem sozialen Brennpunkt in Garbsen. Zum Stadtkirchenverband Hannover gehören rund 200.000 evangelisch-lutherische Christen in 61 Gemeinden in Hannover, Garbsen und Seelze.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen