Hildesheimer Bischof Trelle ist in den Ruhestand getreten

Nachricht 11. September 2017

Hildesheim. Der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle ist am Sonnabend in den Ruhestand getreten. Während eines Festgottesdienstes im Hildesheimer Dom zu Trelles 75. Geburtstag teilte ein Vertreter des Vatikans mit, dass Papst Franziskus ein Rücktrittsgesuch Trelles angenommen habe. Katholische Bischöfe sind kirchenrechtlich verpflichtet, mit dem Erreichen der Altersgrenze von 75 Jahren dem Papst ihren Verzicht auf das Bischofsamt anzubieten. Trelle hatte am vergangenen Dienstag Geburtstag.

Nun werde das aus acht Theologen bestehende Domkapitel zunächst einen Diözesanadministrator wählen, der bis zur Ernennung eines Nachfolgers die Leitung des Bistums übernehme, hieß es. Aufgrund eines Staatskirchenvertrags seien 15 katholische Bistümer auf dem Gebiet des ehemaligen Freistaats Preußen berechtigt, Vorschläge für den Nachfolger zu machen. Papst Franziskus werde dann für eine Dreierliste Namen auswählen oder auch neue hinzufügen. Das Domkapitel wähle schließlich aus dieser Liste den neuen Bischof. Dieser Prozess könne insgesamt etwa ein Jahr dauern.

Trelle wurde am 5. September 1942 in Kassel geboren. Er studierte Theologie in Bonn und Innsbruck. Im Jahr 1968 wurde er zum Priester und am 1. Mai 1992 im Kölner Dom von Kardinal Joachim Meisner zum Bischof geweiht. 2005 wurde Trelle von Papst Benedikt zum 70. Bischof von Hildesheim mit rund 611.000 Katholiken im östlichen Niedersachsen und Teilen des Landes Bremen ernannt. Seit 2011 ist er stellvertretender Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen