Göttinger Museum zeigt Lutherbilder aus sechs Jahrhunderten

Nachricht 08. September 2017

Göttingen. Das Städtische Museum in Göttingen zeigt von Sonnabend an "Lutherbilder aus sechs Jahrhunderten". Der Reformator Martin Luther (1483-1546) sei eine der am häufigsten dargestellten Personen der Geschichte, teilte das Museum mit. Gezeigt werden 40 Porträts mit Begleittexten. Die Wanderausstellung ist als Teil der aktuellen Ausstellung "1529 - Aufruhr und Umbruch" bis zum 19. Oktober zu sehen.

Allein zu Luthers Lebzeiten seien insgesamt rund 500 Bilder von ihm entstanden, hieß es. Die Lutherhalle in Wittenberg bewahre etwa 2.400 Luther-Darstellungen auf. Die Grundtypen fast aller Lutherbilder gingen auf die Reformationszeit zurück. Der Reformator sei je nach der gerade herrschenden Denk- und Glaubensrichtung entweder verherrlicht oder instrumentalisiert worden. "Die Lutherbilder sind daher auch ein Spiegel ihrer Entstehungszeit."

Die Wanderausstellung wurde anlässlich des 500. Reformationsjubiläums vom Verband kirchlicher Archive der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) erstellt. Sie tourt bereits seit 2016 durch die 20 evangelischen Landeskirchen.

Das Museum zeigt bereits seit April in einer Sonderausstellung die Ereignisse im Reformationsjahr 1529 in Göttingen. Die Schau schildert den Angaben zufolge die Hintergründe, die zur Reformation in der Stadt führten. Die teils noch nie gezeigten Objekte sind bis zum Jahresende im Museum zu sehen.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen