"Bibel so leicht zugänglich wie nie zuvor"

Nachricht 04. September 2017
Eckhard Gorka
Landessuperintendent Eckhard Gorka; Foto: Sprengel Hildesheim-Göttingen

Osterode/Kr. Göttingen. Der Hildesheimer Regionalbischof Eckhard Gorka hat für einen stärkeren Bezug zur Bibel geworben. Nur etwa fünf Prozent aller Deutschen lese regelmäßig in der Bibel, 60 Prozent sagten, dass sie nie darin gelesen haben, sagte der evangelische Theologe am Sonntag in einem Open-Air-Gottesdienst in Osterode. Dabei sei die Bibel heute so leicht zugänglich wie nie zuvor. Es gebe sogar Ausgaben, die so an die Umgangssprache angepasst seien, dass die Evangelische Kirche Deutschlands dafür kürzlich den Preis für "Sprachpanscher" erhalten habe.

Die Wiederentdeckung der Bibel als Grundurkunde des Glaubens und der Kirche sei eine der bahnbrechenden Entdeckungen der Reformation, betonte Gorka. "Mit der Übersetzung der Bibel ins Deutsche geben die Reformatoren jedem einzelnen Christen selbst die Bibel in die Hand und damit auch Anteil am theologischen Urteil."

Der ökumenische Gottesdienst gemeinsam mit dem emeritierten katholischen Weihbischof Hans-Georg Koitz war Abschluss eines dreitägigen "Luther-Happenings", veranstaltet anlässlich des 500. Reformationsjubiläums vom Kirchenkreis Harzer Land. Unter dem Titel "Danke, Martin!" fand unter anderem ein Klassik-Konzert in der Osteroder Stadthalle mit anschließendem Rockkonzert im Park und einem Festvortrag des Mediziners Professor Dietrich Grönemeyer statt. Im Stadtzentrum präsentierten sich Kirchengemeinden und Einrichtungen am Sonnabend bei einem Markt der Möglichkeiten.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen