"Brot für die Welt" verzeichnet Spendenplus

Nachricht 01. September 2017

Hannover. Das evangelische Hilfswerk "Brot für die Welt" hat im vergangenen Jahr in der hannoverschen Landeskirche mehr Spenden erhalten als im Jahr davor. Wie das Werk am Donnerstag in Hannover mitteilte, gingen 2016 mehr als 4,836 Millionen Euro an Spenden und Kollekten für die Arbeit gegen Armut und Hunger ein. Das war ein Plus von mehr als 190.000 Euro gegenüber dem Vorjahr.

"Wir freuen uns, dass Spenderinnen und Spender Brot für die Welt auch 2016 ihr Vertrauen geschenkt haben", sagt der landeskirchliche Beauftragte für das Hilfswerk, Uwe Becker. "Durch das Engagement der vielen Haupt- und Ehrenamtlichen in den Kirchengemeinden ist dieses gute Spenden- und Kollektenergebnis möglich." Zur hannoverschen Landeskirche gehören mehr als 1.200 Gemeinden zwischen Hann. Münden und der Nordsee.

Bundesweit haben Spenderinnen und Spender den Angaben zufolge das Hilfswerk 2016 mit mehr als 61,7 Millionen Euro unterstützt. Das waren 4,2 Millionen Euro oder 7,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt standen "Brot für die Welt" 2016 rund 273,5 Millionen Euro zur Verfügung, wie das Hilfswerk in Berlin mitteilte. Fast die Hälfte davon kam aus öffentlichen Quellen, etwa vom Bundesentwicklungsministerium. 54,4 Millionen Euro stammten aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes.

Gut 91 Prozent der Gesamtsumme wurden den Angaben zufolge für Projekte zur Überwindung von Armut und Hunger sowie zur Förderung von Demokratie und Menschenrechten ausgegeben. Der Rest wurde für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit (2,2 Prozent) und Verwaltung (6,5 Prozent) verwendet.

Neben den klassischen Schwerpunkten förderte "Brot für die Welt" nach eigenen Angaben 2016 auch Integrationsprogramme für Flüchtlinge und Binnenvertriebene unter anderem in Mali, Libanon und Jordanien. Das Hilfswerk der evangelischen Kirchen und Freikirchen wurde 1959 gegründet.

epd Landesdienst Niedersachsen-Bremen