Kirchenkreispfarramt startet im Wendland

Nachricht 12. Juni 2017
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Lüchow. Im Wendland geht die hannoversche Landeskirche bei der Anstellung ihres theologischen Personals neue Wege. Erstmals seien die Pastoren nicht mehr einer Gemeinde zugeordnet, sondern alle dem Kirchenkreis, sagte der Lüchow-Dannenberger Superintendent Stephan Wichert-von Holten. Am Sonntag wurden die 16 Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreises Lüchow-Dannenberg mit einem Gottesdienst in der Lüchower St.-Johannis-Kirche in das neu gebildete Kirchenkreispfarramt eingeführt.

Mit der Trennung von Pfarrstelle und Pfarramt will der Kirchenkreis Wichert-von Holten zufolge rechtzeitig auf sinkende Mitgliederzahlen reagieren. "Wir trauen uns etwas und wir merken jetzt schon, dass wir viele Probleme lösen, die andere Kirchenkreise erst langsam bekommen", sagte er. Lüchow-Dannenberg hat bei sinkenden Einwohnerzahlen besonders viele kleine Kirchengemeinden.

Das am 1. Juni in Kraft getretene Kirchenkreispfarramt soll es den Pastoren ermöglich, weiter vor Ort in ihrer Kirchengemeinde zu bleiben, auch wenn diese zu klein für eine Pastorenstelle werden sollte. Dann könnte der Pastor zusätzlich mit einem Teil seiner Stelle andere Aufgaben im Kirchenkreis übernehmen.

Außerdem sollen die Stellen in Zeiten des sich bereits abzeichnenden Pfarrermangels attraktiv bleiben, da die Gemeinden dank des Modells nicht von einer Stellenaufhebung oder -kürzung bedroht sind. Um deutlich zu machen, dass die Pastoren trotz der neuen Strukturen ihren Gemeinden erhalten bleiben, wurden sie am Sonntag nach ihrer Einführung in ihre jeweiligen Gemeinden ausgesendet.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen