EKD-Ratsvorsitzender an Orthodoxe Bischofskonferenz: „Dialog der Liebe“ fortsetzen

Nachricht 31. März 2017

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Heinrich Bedford-Strohm, Bild: Norbert Neetz, epd-bild

Hannover. In einem Dankschreiben an den Vorsitzenden der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD), Metropolit Augoustinos, hat der EKD-Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, die Verbundenheit der EKD und der Orthodoxen Kirche betont.

Die OBKD hatte sich vorher in einem Schreiben an den Rat der EKD und die Kirchenkonferenz gewandt. Darin hatte die OBKD die gemeinsame Feier des Reformationsjubiläums als Christusfest begrüßt und an den Dialog zwischen der Orthodoxen Kirche und den Reformatoren im 16. Jahrhundert erinnert.

„Wir danken Ihnen für die Würdigung der Feierlichkeiten zum 500. Reformationsjubiläum, die wir in der Tat als ein Christusfest verstehen, das wir jenseits konfessioneller Selbstverherrlichung und Polemik in ökumenischer Gemeinschaft mit unseren Schwesterkirchen begehen“, schreibt Bedford-Strohm. Die Feier des Jubiläums als ein Christusfest sei nicht zuletzt dadurch möglich geworden, dass Kirchen, die zum Zeitpunkt der Reformation aus der damaligen Perspektive noch fast ausschließlich in „fremden“ Ländern lebten, heute seit vielen Jahrzehnten in Deutschland beheimatet sind.

Der „Dialog der Liebe“ zwischen dem Patriarchen Jeremias II. und den Reformatoren habe die EKD Gliedkirchen seit langer Zeit auf vielen Ebenen mit den Orthodoxen Kirchen fortgesetzt. „Dies hat nach unserer Ansicht einen Beitrag zu diesem Heimisch-Werden geleistet“, so der EKD-Ratsvorsitzende in dem Schreiben. Bedford-Strohm kündigte an, dass im kommenden Mai der ökumenische Patriarch Bartholomaios nach Tübingen und Stuttgart kommen werde und in einer theologischen Konferenz „Tübingen II“ an die Anfänge der Kontakte zwischen der Orthodoxie und der Evangelischen Kirche erinnern werde.

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland