Tag der Posaunenchöre

Nachricht 26. März 2017

Hildesheim. Viele Gottesdienste werden am heutigen Sonntag in den Kirchen der hannoverschen Landeskirche musikalisch durch die Posaunenchöre gestaltet. Der Sonntag Lätare ("Freue dich") in der Passionszeit, der diesmal auf den 26. März fällt, sei in der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland traditionell der "Tag der Posaunenchöre", sagte die Landespastorin für die Posaunenarbeit, Marianne Gorka, am Freitag in Hildesheim dem epd.

Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums werden viele Bläsergottesdienste in diesem Jahr erstmals ökumenisch gefeiert. Dafür hat das landeskirchliche Posaunenwerk in Hildesheim einen besonderen Gottesdienstentwurf entwickelt, an dem sich die Gemeinden orientieren können. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Erinnerung an die Taufe.

Posaunenchöre seien typisch für die evangelische Kirche, sagte Gorka. Aber die christliche Botschaft richte sich an alle Menschen. "Deswegen laden wir die katholischen Christen ein. Die Taufe verbindet uns miteinander." Offizieller Auftakt für die Aktion war ein ökumenischer Bläsergottesdienst am vergangenen Sonnabend in Hildesheim. Die Kollekten aus den Feiern kommen der "Stiftung Posaunenwerk" zugute, die besonders die Nachwuchsarbeit fördert.

Einige Gemeinden feierten den Posaunentag auch an den Sonntagen vor oder nach Lätare, erläuterte Gorka. Manche verbänden die Gottesdienste mit Jubiläen ihrer Chöre. Andernorts wie etwa in Osterode am Harz träten mehrere Chöre bei einer überregionalen Veranstaltung gemeinsam auf.

In der Landeskirche zwischen Hann. Münden und der Nordsee engagieren sich nach ihren Angaben rund 12.500 Bläserinnen und Bläser in mehr als 600 Posaunenchören. Die Chöre verbänden die Generationen und zählten zu den ältesten Laienbewegungen innerhalb der Kirche. Das Repertoire reiche heute von Chorälen bis zu Popsongs.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen