"Herzenswunsch-Krankenwagen" bringt Todkranke an Sehnsuchtsorte

Nachricht 07. Februar 2017
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Bild: malteser.de

Wolfsburg/ Osnabrück. Mit "Herzenswunsch- Krankenwagen" wollen die Malteser in mehreren Städten in Niedersachsen sterbenskranken Menschen letzte Wünsche erfüllen. Sanitäterinnen und Sanitäter bringen dabei die Patienten mit dem Krankentransporter an ihre Sehnsuchtsorte, wie etwa ans Meer, zu Verwandten in Süddeutschland oder einfach noch einmal nach Hause, wie Sprecher Michael Lukas vom Malteser Hilfsdienst der Diözese Hildesheim am Montag mitteilte. Auch in Wolfsburg stünden jetzt sechs Ehrenamtliche für die Fahrten bereit, die von Rettungsassistenten koordiniert werden.

In Celle und Braunschweig bieten insgesamt rund 50 Helfer den Service bereits an, hieß es. Göttingen und Hannover sollen folgen. In Osnabrück, wo das Projekt im vergangenen Frühjahr als nach eigenen Angaben erstes in Niedersachsen startete, gibt es bereits gute Erfahrungen. "Die Anfragen sind vielseitig", berichtete der dortige Projektleiter Dennis Lindemann. "Ein junger Patient hat sich zum Beispiel gewünscht, noch einmal ein Spiel von Borussia Dortmund zu sehen." Als Vorbild diente Lindemann zufolge das Projekt "The Wish Ambulance" aus Israel und ein vergleichbarer Dienst der Malteser Leverkusen.

An allen Standorten arbeiteten die Malteser Lukas zufolge eng mit stationären Hospizen zusammen. Wenn im Rettungs- oder Krankentransportwagen genügend Platz sei, könne auch ein Angehöriger mitfahren. Die Patienten und ihre Begleiter müssten für die Fahrten nichts zahlen. Ein sterbenskrankes Kind mit seinen Eltern zur Ostsee zu fahren, koste rund 420 Euro, die Fahrt nach Süddeutschland rund 1.500. Dafür würden Spenden benötigt.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen