Theologe Brahms: Evangelische Friedensarbeit muss sich zu Wort melden

Nachricht 28. Januar 2017

Wittenberg/Bremen. Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat die Verantwortung der Kirchen angesichts des gegenwärtigen Zustandes der Welt angemahnt. Militärische Konflikte verschlängen riesige Summen, kritisierte der leitende Bremer Theologe am Dienstag bei der jährlichen Konferenz der Evangelischen Friedensarbeit in Wittenberg.

Der neue US-Präsident sorge für Unabwägbarkeiten, in Ost-Europa sei eine wachsende Militarisierung zu spüren und die Zahl der Terroranschläge steige, sagte der Bremer Theologe. In dieser aus den Fugen geratenen Welt bedürfe es eigentlich des Innehaltens. "Und doch muss sich die evangelische Friedensarbeit hier zu Wort melden", sagte Brahms.

Im Mittelpunkt der zweitägigen Studientagung in Wittenberg steht die Beziehung von Reformation und Friedensethik. Gerade im Jahr des 500. Jubiläums der Reformation durch Martin Luther (1483-1546) wolle die evangelische Friedensarbeit mit Projekten wie einem Friedenscafé anlässlich der Jubiläumsfeiern in Wittenberg eigene Akzente setzen, sagte Brahms. Auch beim Prozess des Auswärtigen Amtes zur Entwicklung neuer Leitlinien der Bundesregierung für Krisenengagement und Friedensförderung werde sich die evangelische Friedensarbeit weiterhin einbringen, kündigte Brahms an.

Die Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD kommt seit 2009 jährlich zu einer Tagung zusammen. Ihr gehören die Friedensbeauftragten der EKD-Gliedkirchen sowie Vertreter von EKD, kirchlichen Trägern der Friedensarbeit und damit verbundenen Institutionen an. Die Studientagung der Evangelischen Friedensarbeit versteht sich als Teil der "Pilgerreise der Gerechtigkeit und des Friedens", zu der der Ökumenische Rat der Kirchen aufgerufen hat.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

Weitere Informationen

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Renke Brahms