Diakonie Katastrophenhilfe: Haiti droht Hungerkrise

Nachricht 15. Januar 2017

Berlin. Nach dem Hurrikan «Matthew» befürchtet die Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti eine Hungerkrise. Die humanitäre Lage sei verheerend und könne sich in den kommenden Wochen noch zuspitzen, erklärte das evangelische Hilfswerk am Mittwoch in Berlin. «Im Süden Haitis sind nahezu 100 Prozent der Ernten durch den Sturm zerstört worden», sagte Nothilfe-Koordinatorin Sylvie Savard. Schon vor dem Hurrikan im Oktober habe es eine lang anhaltende Dürre und große Ernte-Einbußen gegeben. Die Zerstörung habe das verschlimmert.

   Auch 100 Tage nach dem Hurrikan, der Hunderte Menschen das Leben kostete, brauche Haiti dringend weiter Hilfe, betonte die Organisation. Haiti gilt als das ärmste Land Lateinamerikas und leidet auch noch unter den Folgen des starken Erdbebens von 2010. Die Naturkatastrophe, der fast 250.000 Menschen zum Opfer fielen, jährt sich an diesem Donnerstag zum siebten Mal. Der Bevölkerung müsse nun geholfen werden, ihre Lebensgrundlagen endlich wieder herzustellen, erklärte Martin Keßler, der Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe.

Evangelischer Pressedienst

Diakonie Katastrophenhilfe

Weitere Informationen zur Situation der Erdbebenopfer auf Haiti und wie Sie helfen können, finden Sie auf der Homepage der Diakonie Katastrophenhilfe:

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