Kirchenkreise im Nordosten Niedersachsens vereinigen sich

Nachricht 01. Januar 2017

Lüneburg/Bleckede. Die beiden evangelischen Kirchenkreise Lüneburg und Bleckede im Nordosten Niedersachsens schließen sich zu Jahresbeginn zusammen. Zum 1. Januar entsteht dann der gemeinsame "Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Lüneburg". Mit mehr als 81.000 Mitgliedern in 32 Gemeinden ist er nach dem Stadtkirchenverband Hannover der größte Kirchenkreis in der hannoverschen Landeskirche, sagte die leitende Lüneburger Superintendentin Christine Schmid am Freitag.

Die Fusion war Schmid zufolge nötig geworden, weil der Kirchenkreis Bleckede mit zuletzt knapp 24.000 evangelischen Kirchenmitgliedern zu klein für eigene Strukturen geworden war. Die beiden Kirchenkreise haben bereits lange ein gemeinsames Kirchenkreisamt sowie zusammen einen Diakonie- und einen Kindertagesstättenverband. Seit drei Jahren bereite eine Lenkungsgruppe den Zusammenschluss vor - etwa mit Veranstaltungen wie einem Kanzeltausch der Pastoren und Kirchenvorstehertagen, erläuterte Schmid. "Darüber sind wir jetzt schon gefühlt zusammengewachsen."

Der neue Kirchenkreis wird eine Doppelspitze haben. Neben Schmid, die als leitende Superintendentin die Geschäfte führt, bleibt auch der Bleckeder Superintendent Christian Cordes im Amt. Die Leitungsgremien würden jedoch zusammengefasst. So konstituiere sich am 1. Februar ein neuer gemeinsamer Kirchenkreistag, erläuterte Schmid.

Mit einem Fest zum Epiphanias-Empfang am 6. Januar in der Lüneburger St. Johannis-Kirche wird der Auftakt des neuen Kirchenkreises gefeiert. Dabei wird den Angaben zufolge unter anderem eine audio-visuelle Reise durch den Kirchenkreis präsentiert, der den Ballungsraum Lüneburg und dünn besiedelte Gebiete etwa an der Elbe vereint.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen