NDR: Rund 2,5 Millionen-Euro-Spenden für Schwerstkranke

Nachricht 20. Dezember 2016
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Celle/Hannover. Die NDR-Benefizaktion "Hand in Hand für Norddeutschland" für Schwerstkranke und sterbende Menschen sowie ihre Angehörigen hat in diesem Jahr mehr als 2,5 Millionen Euro an Spenden eingebracht. "Wir sind überwältigt von der Spendenbereitschaft der Norddeutschen", sagte die Leiterin der Geschäftsstelle des Landesstützpunktes Hospizarbeit und Palliativversorgung, Rosemarie Fischer, am Montag zum Abschluss der Aktion in Celle. Zwei Wochen lang hatten der NDR mit Prominenten im Radio, Fernsehen und dem Internet über die Hospizarbeit informiert und Spenden eingeworben.

Höhepunkt der Aktion sei der vergangene Freitag gewesen, hieß es. 30 Prominente wechselten sich am Spendentelefon in Hannover ab. Zu ihnen gehörten neben anderen Niedersachsens Landtagspräsident Bernd Busemann, Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD), CDU-Landeschef Bernd Althusmann, der hannoversche Landesbischof Ralf Meister, Hannover-96-Geschäftsführer Martin Kind, Scorpions-Sänger Klaus Meine, Sänger Heinz Rudolf Kunze und Rudolf Seiters als Schirmherr der Hospiz Stiftung Niedersachsen.

"Tod und Sterben sind nach wie vor Tabuthemen. Die Hospizbewegung steuert hier seit über 20 Jahren aktiv gegen, leistet intensive Aufklärungsarbeit und bietet Sterbebegleitung in den eigenen vier Wänden", sagte der Vorsitzende des Landesstützpunktes Hospizarbeit und Palliativversorgung, Ulrich Domdey. Ziel der Hospiz- und Palliativarbeit ist es, Menschen durch Zuwendung und Unterstützung ein Sterben in Würde zu ermöglichen. Dazu gehörten größtmögliche Autonomie bis zuletzt, Schmerzfreiheit und Geborgenheit in vertrauter Umgebung. Zudem sind eine palliativ-medizinische Betreuung sowie verlässliche psychosoziale und spirituelle Begleitung notwendig.

Allein in Niedersachsen engagierten sich den Angaben zufolge mehr als 15.000 Ehrenamtliche in 130 Hospizinitiativen. Bundesweit gibt es mehr als 1.000 Vereine und Einrichtungen mit rund 100.000 aktiven Freiwilligen.

Die Partner der NDR-Benefizaktion "Hand in Hand für Norddeutschland" wechseln jedes Jahr. Bisherige Partner waren der Deutsche Kinderschutzbund, die Deutsche Kinderkrebsstiftung, die Tafeln, die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft und der Paritätische Wohlfahrtsverband mit seiner Flüchtlingshilfe.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen