Mehr als 1.000 Weihnachtspakete für Gefangene

Nachricht 16. Dezember 2016
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Bild: Schwarzes Kreuz

Celle. Mit mehr als 1.000 Weihnachtspaketen beschert die christliche Straffälligenhilfe "Schwarzes Kreuz" bundesweit Häftlinge zum Fest. 690 Spenderinnen und Spender seien dem jährlichen Aufruf gefolgt und hätten Pakete gepackt, die jetzt an besonders bedürftige Inhaftierte gingen, sagte die Sprecherin der Hilfsorganisation, Ute Passarge, am Donnerstag in Celle.

"Kaffee, etwas Gebäck, dazu ein paar persönliche Zeilen - für einen Menschen hinter Gittern ist solch ein Paket von Unbekannt ein Zeichen, dass irgendwo auch an ihn jemand denkt", sagte Passarge. Den Paketen, von denen mehr als 400 an niedersächsische Haftanstalten gingen, würden oft handgeschriebene Weihnachtswünsche beigelegt.

In den meisten Bundesländern, darunter auch Niedersachsen, dürfen Häftlinge nach Angaben des "Schwarzen Kreuzes" keine persönlichen Weihnachtspakete mehr bekommen. Grund sei der hohe Kontrollaufwand. Die Hilfsorganisation habe jedoch die Möglichkeit, Pakete an Kontaktpersonen in den Justizvollzugsanstalten zu schicken. Diese leiteten die Geschenke an Gefangene weiter.

Das "Schwarze Kreuz" hilft nach eigenen Angaben seit 1925 Straffälligen in ganz Deutschland. Die Geschäftsstelle in Celle begleite und berate Inhaftierte und rund 500 Ehrenamtliche, die sich unter anderem mit Gesprächskreisen in den JVAs engagieren.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen