Hilfswerk fordert Achtung von Kinderrechten bei der EM 2024

Nachricht 14. Dezember 2016
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Bild: childrenwin.org

Osnabrück. Das Kinderhilfswerk terre des hommes hat den Deutschen Fußballbund (DFB) aufgefordert, bei der Bewerbung für die Europameisterschaft 2024 die Kinderrechte zu achten. Das müsse ebenso für die Vorbereitung und Durchführung des Großereignisses gelten, sollte Deutschland den Zuschlag bekommen, teilte das in Osnabrück ansässige Kinderhilfswerk am Dienstag mit.

Nach den zahlreichen negativen Effekten der vergangenen Sport-Großveranstaltungen für die Bevölkerung in den Gastgeberländern, wie etwa zuletzt bei Olympia in Brasilien, sollte Deutschland sich seiner Verantwortung bewusst sein, sagt Katharina Oltmanns, Kinderrechtsexpertin von terre des hommes: "Wir erwarten vom DFB eine beispielhafte Bewerbung, die zeigt, wie sich Deutschland die Übernahme von Verantwortung im internationalen Sport vorstellt."

DFB-Präsident Reinhard Grindel hatte sich bereits mehrfach dafür starkgemacht, die EM in acht Jahren nach Deutschland zu holen und von einem Leuchtturmprojekt gesprochen. Terre des hommes verlangte, "für diesen sogenannten Leuchtturm" müssten die Menschen- und Kinderrechte sowie die Arbeits- und Anti-Korruptionsstandards gewahrt werden. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sollten sich mit ihren Vorstellungen einbringen können.

Das Hilfswerk vertritt diese Positionen gemeinsam mit den Organisationen Discover Football, Human Rights Watch Deutschland und Transparency International Deutschland. Terre des hommes hat bereits 2014 die Kampagne "Children Win" gestartet, deren Ziel der Schutz der Rechte von Kindern bei Sportgroßereignissen ist.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen