Kirchenpräsident Heimbucher kritisiert Assad-Regime in Syrien scharf

Nachricht 12. Dezember 2016
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Dr. Martin Heimbucher; Bild: Jens Schulze/epd-bild

Wielen/Kr. Grafschaft Bentheim. Der evangelisch-reformierte Kirchenpräsident Martin Heimbucher hat das Assad-Regime in Syrien und seine Verbündeten scharf kritisiert, weil sie Krieg gegen Zivilisten führten und sich einem Waffenstillstand verweigerten. "Wir sagen es den Verantwortlichen ins Gesicht: Sie werden sich einmal vor Gott zu verantworten haben", sagte Heimbucher am Sonntag in einem Friedensgottesdienst in Wielen in der Grafschaft Bentheim.

Sie würden darüber hinaus auch von einem weltlichen Gericht verurteilt werden. "Mag sein, dass sie vorläufig militärische Erfolge feiern, indem sie Krankenhäuser bombardieren und über Leichen gehen", betonte der Kirchenpräsident: "Wir aber rufen ihnen zu: Wartet ab! Es ist noch nicht aller Tage Abend!"

Evangelisch-reformierte Kirchengemeinden in Deutschland, Syrien und dem Libanon haben am dritten Advent an mehr als 30 Orten, darunter in Emden, Leer, München oder Nürnberg, in Gottesdiensten gemeinsam für den Frieden in Syrien gebetet. Die Liturgie wurde gemeinsam mit Vertretern der Evangelischen Kirche im Libanon und Syrien vorbereitet, die vor kurzem Deutschland besucht hatten.

Heimbucher rief die Christen dazu auf, sich auch politisch eindeutig auf die Seite derer zu stellen, die einen Waffenstillstand forderten, die Sicherheits- und Flugverbotszonen und Korridore für humanitäre Hilfe errichten wollten. "Als Gemeinde, die für den Frieden betet, stellen wir uns neben jene, die Tag und Nacht versuchen, die Zerstörung zu beenden, die wieder und wieder um einen Waffenstillstand verhandelt haben und es auch in diesen Stunden und Tagen tun."

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen