"Niedersachsen packt an" feiert einjähriges Bestehen

Nachricht 01. Dezember 2016
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Grafik: Staatskanzlei Niedersachsen

Hannover. Ein Jahr nach seiner Gründung bedankt sich das Aktionsbündnis "Niedersachsen packt an" bei Flüchtlingshelfern mit einer Festwoche. Vielerorts in Niedersachsen fänden dabei Fachtagungen, interkulturelle Feste, Stadtführungen oder Kinoabende zum Thema Integration statt, teilte die Staatskanzlei zum Auftakt am Mittwoch in Hannover mit. Ihren Abschluss findet die Dankes-Woche am Internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember.

Vor einem Jahr haben Kirchen, Gewerkschaften und Unternehmerverbände gemeinsam mit der Landesregierung das Bündnis "Niedersachsen packt an" gegründet, um die Integration von Flüchtlingen voranbringen und dazu alle gesellschaftlichen Kräfte zu bündeln. "Niedersachsen steht für Zukunft, Zusammenhalt und ein gemeinsames Zuhause", sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bei dem Jahresfest. Die Akteure gingen zuversichtlich in das neue Jahr: "Das Bündnis wird weiterhin einen wichtigen Beitrag leisten, dass wir in Niedersachsen eine offene, tolerante und solidarische Gesellschaft bleiben."

Mit dem Bündnis sei es allen Beteiligten gelungen, in einer kritischen Phase des Landes ein gutes Beispiel zu setzen, sagte der evangelische Landesbischof Ralf Meister. "Wir brauchen gerade in unruhigen Zeiten eine öffentliche Vergewisserung, die Haltungen in unserer Gesellschaft stabilisiert." Die Landeskirche Hannovers engagiere sich darum bewusst im Bündnis. Die Menschen in Niedersachsen bräuchten das Gefühl, dass das Land verhältnismäßig gut mit der Aufnahme von Flüchtlingen zurechtkomme.

Im vergangenen Jahr hat die Initiative drei zentrale Konferenzen zu den Themen "Sprache", "Arbeit" und "Wohnen" ausgerichtet. Daraus sind den Angaben zufolge zahlreiche Initiativen hervorgegangen: So seien etwa die Kinderbetreuung oder das WLAN-Netz in Erstaufnahmeeinrichtungen ausgeweitet worden. Um die Qualifikationen von Geflüchteten besser und schneller anzuerkennen, hätten Hochschulen und die Agentur für Arbeit neue Projekte gestartet. Außerdem sei geplant, 600 neue und bezahlbare Mietwohnungen zu bauen.

Inzwischen unterstützen rund 2.700 Personen den Aufruf des Bündnisses, darunter der Sänger Peter Maffay, Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD), Fußball-Präsident Martin Kind von Hannover 96, die Springreiterin Meredith Michaels-Beerbaum und der Unternehmer Dirk Rossmann. Für 2017 sind zwei weitere Integrationskonferenzen zu den Themen "Bürgerschaftliches Engagement" und "Gesellschaftliche Teilhabe" geplant.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen