Museum zeigt Martin Luther als Zinnfigur

Nachricht 26. November 2016

Osterholz-Scharmbeck. Unter dem Titel "Der Dukatenscheißer" zeigt die Museumsanlage in Osterholz-Scharmbeck bei Bremen von Sonntag an eine Ausstellung über "die große Welt der kleinen Zinnfiguren". In Zusammenarbeit mit dem Museum präsentiert eine Bremer Sammlergruppe bis zum 17. April zahlreiche Schaukästen, Plaketten und Einzelfiguren. Darunter sind unter anderem der Dukatenmann und passend zum 500. Reformationsjubiläum im kommenden Jahr viele Szenen aus Martin Luthers Leben und Wirken.

Am 31. Oktober 1517 hatte Luther (1483-1546) seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche seiner Zeit veröffentlicht. Der legendäre Thesenanschlag Luthers gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte.

Erste Zinnfiguren seien in Deutschland aber bereits im 13. Jahrhundert aufgetaucht, sagte Museumsleiterin Karla Lütjen. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts waren sie als Spielzeug für Kinder präsent. 100 Jahre später verdrängten Darstellungen von Soldaten viele andere Formen. Ab 1920 wurden die Zinnfiguren dann auch zum Sammlerobjekt. Wie jetzt in Osterholz-Scharmbeck werden sie oft in sogenannten Dioramen präsentiert, also Schaukästen, in denen Szenen vor einem oft halbkreisförmigen, bemalten Hintergrund dargestellt werden. Internationale Sammlerbörsen bringen Liebhaber zusammen. Während der Ausstellung soll es auch möglich sein, einem Zinnfiguren-Gießer über die Schultern zu schauen.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen