In den Steilhängen der Globalisierung - Vortrag und Diskussion von und mit Erzbischof Thabo Makgoba

Nachricht 24. November 2016

Thabo Makgoba, geb. 1960 in Johannesburg, wurde 2007 als ein Nachfolger des legendären Desmond Tutu zum Erzbischof von Kapstadt ernannt – der Jüngste, der jemals in der anglikanischen Kirche einen solchen Posten erhielt. Er ist zuständig für das gesamte südliche Afrika – über die Grenzen der Republik Südafrikas hinaus – und ist heute dort die überragende religiöse Führungsgestalt mit Einfluss auch in der Politik und im sozialen Leben. 2009 hat er mit einer wissenschaftlichen Arbeit über „Spiritualität auf der Arbeit“ einen Doktortitel der Universität von Kapstadt erhalten.

Immer wieder mischt sich Makgoba in das Geschick der Regenbogennation ein. Sei es, dass er Korruption anprangert oder sich mit einer Serie von „courageous talks“ (Mutigen Gesprächen) der Versöhnung zwischen den Minenarbeitern und den Minenunternehmen nach dem Tod von Minenarbeitern in Marikana 2012 während eines Streiks, die das Land tief erschütterten, widmet. Seine tiefe Überzeugung ist, dass es gilt Gottes Ruf zu sozialer Gerechtigkeit zu folgen und stets zu fragen: „Wer ist mein Nächster?“.

Ein authentischer afrikanischer Christ, der seinen Glauben inmitten der Steilhänge der Globalisierung, angesichts von Hunger und Not, in einem reichen und doch tief zerklüfteten Land lebt. Das Gespräch leitet Prof. Dr. Gerhard Wegner, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD, Hannover.

Das Gespräch wird veranstaltet von der Hanns-Lilje-Stiftung  und ihrem Freundeskreis. Es findet statt im Rahmen der Ausstellung „sehr evangelisch“ / „Typisch Hannover!?“ im Historischen Museum Hannover.

Prof. Dr. Christoph Dahling-Sander, Sekretär der Hanns-Lilje-Stiftung

Info

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Ausstellung „sehr evangelisch“ / „Typisch Hannover!?“

um 18 Uhr

im Historischen Museum Hannover

Pferdestraße 6 / Eingang Burgstraße

30159 Hannover

 

Diese und weitere Veranstaltungen der Ausstellung "Typisch Hannover!?" finden sie auf der

Homepage der Hanns-Lilje-Stiftung