Kirchenkreise in Südniedersachsen legen Ämter zusammen

Nachricht 18. November 2016

Osterode/Northeim. Die evangelischen Kirchenkreise Leine-Solling und Harzer Land im südlichen Niedersachsen wollen ihre Verwaltungsämter zusammenlegen. Sitz des gemeinsamen Kirchenamtes wird zum Januar 2019 Northeim, teilte der Kirchenkreis Harzer Land mit.

"Unser Amt in Osterode ist zu klein", sagte Superintendent Volkmar Keil. "Sobald einige krank sind, ist es für die übrigen stressig, alles noch zu schaffen". Zunächst müsse aber noch gebaut werden. Nach den derzeitigen Planungen soll das Kirchenkreisamt in Northeim um ein Stockwerk erweitert werden, damit alle Mitarbeiter dort Platz finden.

Die Fusion der beiden Ämter wurde den Angaben zufolge durch das Landeskirchenamt in Hannover angeregt. Die Landeskirche hatte im Zuge eines Sparpaketes beschlossen, die Zahl der Verwaltungsämter für ihre 49 Kirchenkreise langfristig auf 20 zu halbieren. Viele Ämter haben sich bereits zusammengeschlossen. So nutzen die Kirchenkreise Göttingen und Münden seit 2003 ein gemeinsames Amt. Ab 2017 werden die Kirchenkreise Hameln-Pyrmont und Holzminden-Bodenwerder folgen. Insgesamt hat die Landeskirche derzeit 25 Kirchenkreisämter.

Der Kirchenkreis Harzer Land entstand 2013 durch die Zusammenlegung der früheren Kirchenkreise Clausthal-Zellerfeld, Herzberg und Osterode. Er umfasst 54 Gemeinden mit rund 60.000 Mitgliedern. Im Kirchenkreis Leine-Solling leben rund 60.000 evangelische Christen in 35 Gemeinden.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen