Regionalbischof Rathing besucht "Orte des Friedens"

Nachricht 03. November 2016
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Landessuperintendent Dieter Rathing, Lüneburg; Bild: epd-Bild/Jens Schulze

Lüneburg. Der Lüneburger Regionalbischof Dieter Rathing will bei einer Rundreise im November "Orte des Friedens" in Nordost-Niedersachsen besuchen. An insgesamt zehn Stationen werde sich Rathing zwischen dem 8. und dem 17. November über Facetten der Friedensarbeit im evangelischen Kirchensprengel Lüneburg informieren, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Lüneburg. Er komme dabei unter anderem mit Initiativen gegen den Rechtsextremismus ins Gespräch.

Rathing lasse sich von der Präventionsarbeit der Polizei ebenso berichten wie über das Engagement des niedersächsischen Missionwerkes für den Frieden in seinen internationalen Partnerkirchen, hieß es. Der Regionalbischof hat bereits in den vergangenen Jahren jeweils eine thematische Reise durch den Sprengel unternommen. Zu dem Kirchenbezirk zwischen Wolfsburg und dem Landkreis Harburg, dem Heidekreis und dem Wendland gehören elf Kirchenkreise mit insgesamt rund 575.000 Mitgliedern.

Zu den Stationen in diesem Jahr zählt unter anderem das "Anne-Frank-Haus" in Oldau bei Celle, dessen Bildungsarbeit sich auch mit der Geschichte des nahe gelegenen ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen beschäftigt. In Wustrow im Wendland nimmt Rathing an einem Training für internationale Friedensfachkräfte teil. In der Justizvollzugsanstalt Uelzen wird den Angaben zufolge Leiterin Sabine Hamann über das Thema Frieden aus der Sicht von Gefangenen, Verbrechensopfern und JVA-Mitarbeitern berichten.

Rathing wird unter anderem vom Friedensbeauftragten der hannoverschen Landeskirche, Pastor Lutz Krügener, begleitet. Die Rundreise fällt in die Ökumenische Friedensdekade, die in diesem Jahr vom 6. bis zum 16. November unter dem Motto "Kriegsspuren" begangen wird. Seit Anfang der 1980er Jahre greifen Kirchengemeinden und Aktionsgruppen im Rahmen der Friedensdekade das Thema in Gottesdiensten, Friedensgebeten und Informationsveranstaltungen auf, immer in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag im November.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen