Sieger des Nachhaltigkeitspreises 2016 stehen fest

Nachricht 17. September 2016

Evangelische Bank zeichnet drei sozial-ethische Projekte zum Thema „Kein
Mensch ist fremd“ aus Kassel, 15. September 2016. Alle zwei Jahre lobt die Evangelische Bank ihren Nachhaltigkeitspreis aus und unterstützt dadurch das soziale Engagement ihrer Kunden. Unter dem Motto „Kein Mensch ist fremd“ haben sich in diesem Jahr über 130 Projekte aus Kirche, Diakonie und Sozialwirtschaft mit einem sozial-ethischen Projekt beworben. Am 14. September wurden die drei Siegerprojekte im Rahmen einer Preisverleihungs-Gala im Kongress- Palais in Kassel gekürt.
Bischof Prof. Dr. Martin Hein, Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, hielt als Schirmherr des Nachhaltigkeitspreises einen inspirierenden Impulsvortrag zum Thema „Nachhaltigkeit – Integration – Inklusion“. Seine Ausführungen stimmten das Publikum inhaltlich auf den weiteren Verlauf des Abends ein und werden sicherlich noch über den Abend hinaus im Bewusstsein der Gäste nachhallen.
Thomas Katzenmayer, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Bank, erläuterte, wie vielseitig das Thema der diesjährigen Ausschreibung ausgelegt werden konnte und auch wurde. Das Motto umfasste sowohl Projekte im Bereich der „Inklusion“ als auch Initiativen der „Migrations- und Flüchtlingshilfe“. Katzenmayer freute sich, dass der Nachhaltigkeitspreis 2016 mit mehr als 130 Bewerbungen einen neuen Rekord gebrochen hat: „Die hohe Anzahl an Bewerbungen, für die wir allen Teilnehmern ein herzliches Dankeschön aussprechen, zeigt, dass wir eine sehr lebendige und innovative Kundschaft haben, in der sich viel bewegt und die selbst viel bewegt.“
Der Vorstandsvorsitzende, der selbst Mitglied der Jury war, lobte die Arbeit seiner Jurymitglieder Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland (Berlin), Prof. Dr. Stefan Jung, Leiter des Evangelische Bank Instituts der CVJM-Hochschule (Kassel), sowie Jörg Weber, Herausgeber und Chefredakteur ECOreporter.de (Dortmund): „Bei der Vielzahl an Bewerbungen war es für uns eine große Herausforderung, die drei Projekte zu ermitteln, die letztlich ausgezeichnet wurden. Meine Jurykollegen kennen sich aufgrund ihrer Professionen und Erfahrungen mit den Themen Nachhaltigkeit und soziales Engagement hervorragend aus. Ihre fundierten Hinweise haben letztlich dazu geführt, dass wir drei würdige Sieger gefunden haben, die durch ihren ganzheitlichen, nachhaltigen Projektansatz überzeugen konnten.“

1. Platz „Zusammen wachsen und zusammenwachsen“
Den ersten Platz belegt die Evangelische Luthergemeinde Hamburg Bahrenfeld mit ihrem Projekt „Zusammen wachsen und zusammenwachsen“. Die Gemeinde hat 2014 den Luthergarten als stadtteiloffenen, interkulturellen Gemeinschaftsgarten gegründet. Auf einem ca. 14.000 m² großen brachliegenden Gelände wurde ein weitläufiger Gemeinschaftsgarten aufgebaut, mit Gemüse- und Obstanbau, Pflanzung einer Streuobstwiese, Hühnerhaltung, Vorrichtungen für Holz-, Stein- und Töpferarbeiten, Belassen eines Teils als „Wildnis“ für Kinder zum Abenteuerspiel, Draußenküche u.v.m. Das Projekt schafft einen Raum für interkulturelle Begegnung und soziale Integration, der einen lebhaften Austausch zwischen Jung und Alt, Angehörigen unterschiedlicher sozialer Milieus, Alteingesessenen und neu Zugezogenen sowie Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ermöglicht. Zudem fördert es die Partizipation von Menschen, die von Ausgrenzungsmechanismen betroffen sind.


2. Platz „Suse – sicher und selbstbestimmt – Frauen und Mädchen mit Behinderung stärken“
Mit dem zweiten Preis wurde der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff, Berlin) mit seinem Projekt „Suse – sicher und selbstbestimmt“ ausgezeichnet. Eine erschreckend hohe Anzahl an Frauen und Mädchen mit Behinderung (nämlich bis zu 75 %) erlebt Gewalt in ihren unterschiedlichsten Ausprägungen. Trotzdem erhalten behinderte Frauen und Mädchen noch immer zu selten Hilfe und Unterstützung. Nur wenige finden den Weg in Fachberatungsstellen und Frauenhäuser, weil diese nicht barrierefrei sind oder sie nicht bekannt sind. Zudem wissen Beraterinnen oft zu wenig über die Lebensbedingungen behinderter Menschen und die besonderen Bedürfnisse behinderter Frauen und Mädchen. Hier setzt „Suse“ an. Suse leistet und erprobt Vernetzungsarbeit. Das Projekt klärt auf über das Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderung und die Möglichkeiten, sich Hilfe zu holen. Suse baut regionale inklusive Netzwerke auf, an denen sich alle beteiligen können, darunter Fachkräfte aus dem Anti-
Gewalt-Bereich, Fachkräfte aus der Behindertenhilfe, Selbstvertretungsvereine behinderter Menschen, Schulen, Polizei u. v. m.


3. Platz „Auf dem Weg… die Stadtführung“
Das Projekt „Auf dem Weg… die Stadtführung“ der BruderhausDiakonie Reutlingen Werkstätten freut sich über den dritten Preis. Die Initiative schafft Begegnungsstätten für Menschen, die sonst im Alltag selten zueinander finden: Beschäftigte der Behindertenwerkstätten nehmen Besuchergruppen
mit auf den Weg durch Reutlingen, der ungewöhnliche Perspektiven auf die Stadt eröffnet.
Der szenische Spaziergang mit Rap-Gesang, Tanz und lebendigen Darbietungen macht das inklusive Modellprojekt zu einer besonderen Erfahrung für Menschen mit und ohne Behinderung, für Bürger der Stadt Reutlingen ebenso wie für Touristen, Vereine, Schulklassen, Firmen und
Gruppen aller Art. Die Stadtführer haben alle Inhalte selbst recherchiert und unter Anleitung von pädagogischen Fachkräften für eine abwechslungsreiche Präsentation aufbereitet.

Videos und Teilnehmerbroschüre
Von allen drei Siegerprojekten hat die Evangelische Bank professionelle Filme produzieren lassen, die auf der Preisverleihungs-Gala zum ersten Mal gezeigt wurden. Die Filme sind unter www.eb.de/nachhaltigkeitspreis zu finden.Um auch die Einrichtungen zu würdigen, die in diesem Jahr nicht gewonnen haben, hat die Evangelische Bank zudem eine Broschüre mit Kurzbeschreibungen aller eingereichten Projekte erstellt. Interessierte finden Sie ebenfalls unter www.eb.de/nachhaltigkeitspreis. „Mit der Broschüre
möchten wir vor allem unsere Wertschätzung allen Teilnehmern gegenüber für ihr außerordentliches soziales Engagement zum Ausdruck bringen. Die Projektbeschreibungen zeigen, wie kleine und große Schritte hin in eine inklusive Gesellschaft, in der keiner fremd ist, aussehen können“, sagte Katzenmayer zum Abschluss der Gala.

 

Carolin Caliebe, Evangelische Bank eG Vorstandsstab/Öffentlichkeitsarbeit

Die Evangelische Bank eG

Die Evangelische Bank eG ist ein genossenschaftlich organisiertes, nachhaltiges Kreditinstitut. Als moderner Finanzdienstleister bietet sie Spezial-Know-how und umfassende Finanzlösungen für den kirchlich-diakonischen und sozialen Bereich. Mit einer Bilanzsumme von 7,1 Mrd. Euro stellt die Evangelische Bank eG die größte Kirchenbank dar und zählt zu den zehn größten Genossenschaftsinstituten in Deutschland. Als nachhaltig und partnerschaftlich agierende Kirchenbank ist die Evangelische Bank eG ein spezialisierter Finanzpartner der Kirchen, Diakonie, Caritas, Freien Wohlfahrtspflege und der Sozialwirtschaft sowie diesen Institutionen nahestehenden Personen. Rund 500 Mitarbeiter betreuen bundesweit etwa 19.000 institutionelle Kunden und ca. 72.000 private Kunden an 16 Standorten.

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Videos und Teilnehmerbroschüre

Von allen drei Siegerprojekten hat die Evangelische Bank professionelle Filme produzieren lassen, die auf der Preisverleihungs-Gala zum ersten Mal gezeigt wurden.
Um auch die Einrichtungen zu würdigen, die in diesem Jahr nicht gewonnen haben, hat die Evangelische Bank zudem eine Broschüre mit Kurzbeschreibungen aller eingereichten Projekte erstellt. „Mit der Broschüre möchten wir vor allem unsere Wertschätzung allen Teilnehmern gegenüber für ihr außerordentliches soziales Engagement zum Ausdruck bringen. Die Projektbeschreibungen zeigen, wie kleine und große Schritte hin in eine inklusive Gesellschaft, in der keiner fremd ist, aussehen können“, sagte Katzenmayer.

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