Online-Diskussion zum Atom-Endlagerbericht

Nachricht 05. September 2016
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Symbolfoto: Sammelbehälter mit Warnhinweis; Bild: epd-bild/Klaus G. Kohn

Berlin/Hannover. Am 28.Juni 2016 hat die vom Bundestags eingesetztezur Kommission zur Suche nach einem Atommüll-Endlager ihren Abschlussbericht beschlossen. Unter der Adresse www.endlagerbericht.de wurde er veröffentlicht.

Bürgerinnen und Bürger können noch bis zum 11. September 2016 die Inhalte des Berichts kommentieren, bewerten und gemeinsam diskutieren. Die Ergebnisse werden zusammengefasst und dem Umweltausschuss des Deutschen Bundestages für die Beratung am 28. September 2016 bereitgestellt.

Um möglichst viele Interessierte zu erreichen, gibt es neben der Internetseite des Berichts auch Diskussionsmöglichkeiten in den sozialen Medien (siehe Links auf der rechten Seite).

Der Endlager-Kommission gehörten 32 Mitglieder an. 16 waren Vertreter aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Jeweils acht nicht stimmberechtigte Mitglieder entsandten der Bundestag und die Bundesländer. Landesbischof Ralf Meister gehörte zu den 16 stimmberechtigten Mitgliedern und war von der Evangelischen Kirche in Deutschland in das Gremium entsendet worden.

Wichtig sei, dass die Herausforderung der Endlagersuche nicht allein wissenschaftlich-technisch angegangen werde, hatte Meister zum Abschluss der Beratungen im Juni gesagt: "Diese Herausforderung muss in Zukunft von der ganzen Gesellschaft getragen werden - von einer Gesellschaft, die sich beteiligt."

Die Kommission hatte nicht die Aufgabe, Vorschläge für konkrete Standorte eines Atommüll-Endlagers zu unterbreiten. Auf der Grundlage der erarbeiteten Kriterien muss nun die Politik einen Ort suchen. Dies soll unter größtmöglicher Beteiligung der Öffentlichkeit geschehen.

Im Standortauswahlgesetz ist bislang vorgesehen, bis 2031 einen Standort zu finden. Die Endlager-Kommission bewertete den Zeitplan aber als unrealistisch und nannte als neuen Termin das Jahr 2058.

Pressestelle mit Material vom epd-Landesdienst Niedersachsen Bremen