Nepal: Dorfgesundheitsarbeit trägt Früchte

Nachricht 30. August 2016
Jasbir_Pariyar_Nepal
Jasbir Pariyar (Mitte) wurde im Missionshospital Chaurjahari in Nepal behandelt. Bild: Gossner Mission

Chaurjahari (Nepal). Ein Kobra-Biss – nur eine der vielen Herausforderungen, denen sich das Missionshospital Chaurjahari in Nepal täglich gegenübersieht. Dr. Elke Mascher, die für die Gossner Mission zurzeit in Chaurjahari im Einsatz ist, berichtet u.a. von Tuberkulose, fieberhaften Salmonellenerkrankungen und Meningitis. „Kein Tag vergeht ohne Tuberkulosepatient“, so Mascher. Dagegen wirke sich die Gesundheitsvorsorge, die das Krankenhaus in den umliegenden Dörfern betreibt, sehr positiv aus: „Choleraepidemien gibt es infolge der Aufklärung und der verbesserten sanitären Verhältnisse nicht mehr.“

„Ich bekam ein neues Leben geschenkt!“, sagt der 48-jährige Jasbir Pariyar . Drei Tage zuvor wurde er vormittags ins Hospital Chaurjaharigebracht, nachdem ihn um Mitternacht eine Kobra in den linken Oberarm gebissen hatte. Als er im Notfallraum des Hospitals ankommt, ist er tief bewusstlos. Dann treten Herz- und Atemstillstand ein. Das Team beginnt sofort mit der Herz-Lungenwiederbelebung. Erfolgreich!

Aber: Das Anti-Schlangen-Serum wird in Nepal von der Regierung gestellt. Da die Gegend um Chaurjahari offiziell nicht zu den Gebieten zählt, in denen es giftige Schlangen gibt, sind im Hospital nur 5 Ampullen vorrätig. Viel zu wenig! Und nun?? Der leitende Arzt Dr. Kaleb setzt alle Hebel in Bewegung, telefoniert, mailt, bittet, drängt – und erhält schließlich - gerade noch rechtzeitig! - weitere 35 Ampullen, die der Patient tatsächlich alle benötigt. Am dritten Tag kann Jasbir wieder sprechen, essen, gehen... Verwaltungsleiter Dil Giri und Dr. Elke Mascher, zurzeit in Chaurjahari tätig, schreiben: „Wir danken Gott – und unseren hart arbeitenden Mitarbeitenden und allen Unterstützern! Und wir sind unendlich froh, dass Jasbir Pariyar überlebt hat.“

Gossner Mission