Ökumenische Pilgerreise von Mitgliedern des Rates der EKD und der Deutschen Bischofskonferenz ins Heilige Land

Nachricht 21. August 2016
Geburtskirche in Bethlehem, Bild: epd-bild

Jeweils neun Mitglieder des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Deutschen Bischofskonferenz pilgern vom 16. bis 22. Oktober 2016 ins Heilige Land. Die erste gemeinsame Reise in der Geschichte beider Kirchen findet unmittelbar vor Beginn des Reformationsjahres 2017 statt. Sie bildet den gemeinsamen Auftakt zu dem zwischen beiden Kirchen verabredeten Christusfest. Auf den Spuren Jesu führt sie an die gemeinsamen christlichen Ursprungsorte und bringt so die Verbundenheit im Glauben zum Ausdruck. Dabei werden Gottesdienste, das gemeinsame Gebet an den biblischen Stätten, die Lektüre der Heiligen Schrift, der Austausch über ihre Botschaft und die Ausrichtung auf Jesus Christus im Mittelpunkt stehen.

Bereits in ihrem am 29. Juni 2015 veröffentlichten Briefwechsel haben der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, die Reise als einen wichtigen Bestandteil des gemeinsamen Christusfestes 2017 betont. Kardinal Marx schrieb damals, dass bei der gemeinsamen Fahrt ins Heilige Land „die Rückbesinnung auf die gemeinsamen Wurzeln unseres Glaubens im Zentrum steht. Es wäre ein schönes Zeichen, wenn wir vom Heiligen Land aus eine gemeinsame Botschaft senden könnten, in der wir unseren Glauben bekennen und ein über die Kirche hinausweisendes Zeugnis von der Hoffnung geben, die uns als Christen trägt.“ Landesbischof Bedford-Strohm schrieb, dass mit der Reise deutlich werde, „dass trotz der Trennungen der Reformationszeit beide Kirchen heute mehr verbindet als trennt und sie sich gemeinsam auf den einen Herrn Jesus Christus ausrichten“.

Dass jeder Reisetag unter einem biblischen Leitwort steht, unterstreicht den Charakter einer zuerst geistlichen Reise. Vom 16. bis 18. Oktober 2016 sind die Teilnehmenden zunächst am See Genezareth. Dort werden sie unter anderem die Orte Kafarnaum, Chorazin, den Berg der Seligpreisungen und Tabgha besuchen. In den palästinensischen Autonomiegebieten sind Besuche von Burquin und Nablus sowie Bethlehem und Cremisan vorgesehen. Vom 18. bis 22. Oktober 2016 ist die Pilgergruppe in Jerusalem. Auch hier steht der Pilgergedanke im Vordergrund: Die Grabeskirche, die Dormitio auf dem Zionsberg sowie die evangelische Erlöserkirche stehen auf dem Programm. Außerdem sind der Besuch des muslimischen Tempelberges und der jüdischen Westmauer vorgesehen. Neben politischen Gesprächen wird die Gruppe auch die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem aufsuchen.

Teilnehmende von Seiten der EKD sind: Ratsvorsitzender, Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, München; Stellv. Ratsvorsitzende, Präses Annette Kurschus, Bielefeld; Präses der Synode der EKD, Dr. Irmgard Schwaetzer, Berlin; Bischöfin Kirsten Fehrs, Hamburg; Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke, Bückeburg; Prof. Dr. Elisabeth Gräb-Schmidt, Tübingen; Prof. Dr. Jacob Joussen, Düsseldorf; Prof. Dr. Dr. Andreas Barner, Ingelheim; Direktorin Marlehn Thieme, Bad Soden.

Teilnehmende von Seiten der Deutschen Bischofskonferenz sind: Kardinal Reinhard Marx (München und Freising), Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), Erzbischof em. Dr. Robert Zollitsch (Freiburg), Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier), Bischof Dr. Franz-Josef Bode (Osnabrück), Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg), Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Essen), Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke (Hamburg) und Weihbischof Dr. Nikolaus Schwerdtfeger (Hildesheim).

EKD-Presseservice

Infobox "Rat der EKD"

Dem Rat der EKD gehören für sechs Jahre 15 Mitglieder, Laien und Theologen, an, von denen 14 gemeinsam von Synode und Kirchenkonferenz gewählt werden; die oder der Präses der Synode ist 15. Mitglied kraft Amtes. Der Rat leitet die EKD in allen Angelegenheiten, die nicht ausdrücklich anderen Organen vorbehalten sind. Insbesondere soll er für die Zusammenarbeit der kirchlichen Werke und Verbände in allen Bereichen sorgen, die evangelische Christenheit in der Öffentlichkeit vertreten und zu Fragen des religiösen und gesellschaftlichen Lebens Stellung nehmen.

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Rat der EKD

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