EKD-Ratsvorsitzender besucht Deutsche Marine im Mittelmeer

Nachricht 12. August 2016
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Fregatte der Bundesmarine (Symbolbild). Bild: Amnon Gutman/epd-bild

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, wird am kommenden Samstag in der Hafenstadt Cagliari im Süden Sardiniens zu seinem ersten Truppenbesuch bei der Bundeswehr erwartet. In Begleitung des EKD-Militärbischofs Sigurd Rink wird Bedford-Strohm an Bord des Schiffes „Werra“ Soldatinnen und Soldaten treffen, die im Rahmen der EU-Operation „Sophia“/European Union Naval Force – Mediterranean im Mittelmeer zur Bekämpfung von Schleusernetzwerken eingesetzt sind und zudem auch tausende Menschen aus Seenot gerettet haben.

„Ich möchte den deutschen Soldaten danken, die über 17.000 Menschen vor dem Ertrinken bewahrt haben. Gemeinsam mit anderen zivilen und militärischen Akteuren aus ganz Europa leistet die Deutsche Marine in der Region einen wichtigen Beitrag zur Seenotrettung.“ sagt Bedford-Strohm. „Allein 2016 sind bislang mehr als 3000 Menschen auf dem Weg über das Mittelmeer nach Europa ertrunken. Als Kirchen haben wir die EU-Staaten immer wieder dazu aufgerufen, das Sterben im Mittelmeer zu beenden. Menschen in Seenot zu retten, ist eine rechtliche und ethische Pflicht. Ganz gleich, in welchem Auftrag zivile oder militärische Schiffe unterwegs sind.“

Ähnlich äußerte sich der Militärbischof der EKD, Sigurd Rink. Er sei den Seelsorgern, den Soldaten und Soldatinnen für den oft nicht ungefährlichen Einsatz im Mittelmeer dankbar. Die Deutsche Marine trage zu den Bundeswehr-Missionen mit 850 Soldaten - also einem Viertel von 3400 derzeit weltweit im Auslandseinsatz tätigen deutschen Soldaten - äußerst viel bei.

EKD-Pressemitteilung 106/2016